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Spiegeltherapie soll Schlaganfallpatienten helfen

Spiegeltherapie soll Schlaganfallpatienten helfen

 

Schlaganfallpatienten sollen Bewegungsabläufe vor dem Spiegel beobachten - und so bestimmte Bewegungsmuster im Gehirn anregen, die durch den erlittenen Schlaganfall verloren gegangen sind.

Beim 2. Symposium des Kompetenznetzes Schlaganfall stellten Forscher neue Therapieansätze vor, die Schlaganfallpatienten mit Lähmungen helfen könnten. Leiden die Betroffenen zum Beispiel unter schweren Armlähmungen, können sie viele alltägliche Dinge nicht mehr oder nur beschwerlich mit dem noch gesunden Arm meistern. Solche Armlähmungen werden in der Regel physiotherapeutisch behandelt.

Nun wollen Wissenschaftler um Prof. Dr. Cornelius Weiller von der Neurologischen Universitätsklinik Freiburg untersuchen, ob sich mit Hilfe der Spiegeltherapie die Bewegungen der gelähmten Körperseite verbessern lassen. Ausgangspunkt für den Therapieansatz ist die Tatsache, dass das Gehirn in der Lage ist, sich auch nach schweren Verletzungen wie einem Schlaganfall zu reorganisieren. Dass heißt, dass die Aufgaben, der durch den Schlaganfall abgestorbenen Zellen, von anderen Nervenzellen übernommen werden kann.

Die Spiegeltherapie setzt auf eine starke visuelle Anregung, um die Bewegung zu fördern: Der Patient erledigt mit dem gesunden Arm Aufgaben an einem Tisch, wie etwa Murmeln von einem Gefäß ins andere legen. Dabei betrachtet er sich in einem Spiegel, der direkt vor seinem Oberkörper steht. So entsteht eine optische Täuschung: der Patient denkt, er bewege seinen gelähmten Arm. Diese Illusion scheint bestimmte Hirnareale zu aktivieren, die die Rehabilitation positiv beeinflussen.

Im Rahmen einer Studie wurde die Wirksamkeit der Spiegeltherapie zunächst einmal bei gesunden, rechtshändigen Probanden untersucht. Es zeigte sich im Vergleich zur Kontrollgruppe ein deutlich besseres Trainingsergebnis der linken nicht trainierten Hand, wenn das Training mit dem Spiegel durchgeführt wurde. In Kürze wird die Therapie vor dem Spiegel an Schlaganfallpatienten erprobt werden.

REHACARE.de; Quelle: Kompetenznetz Schlaganfall

- Mehr zum Kompetenznetz Schlaganfall unter: www.kompetenznetz-schlaganfall.de

 
 
 
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