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Weltkrebstag: Deutschland Schlusslicht bei Vorsorge

Weltkrebstag: Deutschland Schlusslicht bei Vorsorge

Bild: Uhr fünf vor zwölf 

Die Europäische Kommission ruft zu mehr Anstrengung bei der Krebsvorsorge auf. Nicht einmal die Hälfte der Mitgliedsstaaten hat ein bevölkerungsweites Programm zur Früherkennung von Darmkrebs eingerichtet.

Der Bericht der EU-Kommission zum Weltkrebstag am 4. Februar fördert Erschreckendes zutage: Deutschland zählt trotz seines qualitativ sehr guten Programms zur Darmkrebsfrüherkennung mit Tschechien, Österreich und der Slowakei zu den Schlusslichtern bei der Darmkrebsvorsorge.

Der Grund: Es fehlt die direkte Ansprache der Bürger, die Anspruch auf die Untersuchung zur Darmkrebsfrüherkennung haben. Es fehlt das zentrale Einladungsverfahren, wie es bei der Brustkrebsvorsorge zu einer erheblichen Steigerung der Teilnahmerate geführt hat.

Die Felix Burda Stiftung fordert daher die Politik zum Handeln auf. Nach Ansicht von Doktor Christa Maar - Vorstand der Stiftung - ist Prävention der Schlüssel, um zu vermeiden, dass die sogenannten Volkskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes entstehen, deren Behandlung heute einen Großteil des nationalen Gesundheitsbudgets beansprucht.

Politik, Krankenversicherungen und Ärzte müssten sich entschiedener dafür einsetzen, dass Darmkrebs erst gar nicht entsteht oder zumindest in einem so frühen Stadium entdeckt wird, dass er geheilt werden kann. Dies ist bei Darmkrebs so gut möglich wie bei keiner anderen Krebserkrankung. Daher fordert die Felix Burda Stiftung ein nationales Einladungsverfahren, mit dem ähnlich wie bei der Brustkrebsvorsorge alle Bürger ab dem 56. Lebensjahr zur Vorsorgedarmspiegelung eingeladen werden.

Wie Pilotprojekte im Saarland und in Nordrheinwestfalen zeigen, lassen sich die Teilnahmeraten an Darmkrebsvorsorge durch die individuelle Einladung der Bürger erheblich steigern. Die Früherkennung von Darmkrebs und Adenomen, den Vorstufen von Darmkrebs, bedeutet nicht nur für alle Betroffenen und ihre Familien einen unschätzbaren Gewinn an Lebensqualität.

Die Felix Burda Stiftung engagiert sich seit 2001 für die Prävention von Darmkrebs.

REHACARE.de; Quelle: Felix Burda Stiftung

- Mehr über die Stiftung unter: www.felix-burda-stiftung.de

 
 

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