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Fachtagung „Kinder psychisch kranker Eltern"

Fachtagung „Kinder psychisch kranker Eltern"

Gruppenfoto: Teilnehmer der Fachtagung 

Rund 100 Teilnehmer aus ganz NRW beschäftigte vor allem die Frage, welche Bedürfnisse Kinder von psychisch kranken Eltern haben und wie diese von den unterschiedlichen Hilfesystemen befriedigt werden.

Die Fachtagung „Kinder psychisch kranker Eltern", eine Kooperation zwischen dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Köln (PSAG), führte Wissenschaftler und Praktiker an der Nahtstelle zwischen Erwachsenenpsychiatrie und Jugendhilfe im LVR-Horion-Haus in Köln-Deutz zusammen.

Immer mehr Kinder sind von den psychischen Erkrankungen ihrer Eltern betroffen. Im Jahr 2006 waren es bereits 1,5 Millionen Eltern mit Angststörungen, 1,2 Millionen mit Depressionen, 270.000 litten unter Schizophrenie, 240.000 hatten Sucht- und Drogenprobleme. „Wir haben es mit einem großen Anteil von Kindern und minderjährigen Jugendlichen zu tun, die mit der psychischen Erkrankung ihrer Eltern konfrontiert werden.

Der Landschaftsverband Rheinland beschäftigt sich intensiv mit dem Thema," führte Michael van Brederode, LVR-Abteilungsleiter, anlässlich der Tagung aus und gab einen Ausblick darauf, dass Modellprojekte angedacht seien. Ein besonderer Handlungsbedarf bestehe, weil ein enger Zusammenhang zwischen der psychischen Situation der Eltern und der psychischen Situation der Kinder bestünde, machte van Brederode deutlich. Präventive, bedarfsgerechte und zeitnahe Maßnahmen seien wichtige Aufgaben der Zukunft, unterstrich der LVR-Amtsleiter.

Die Teilnehmer, darunter viele aus dem sozialpsychiatrischen Dienst, formulierten eine Perspektive für die zukünftige Arbeit: Die Kooperation von Erwachsenenpsychiatrie und Jugendhilfe braucht mehr Struktur. Moderatorin Eva Dorgeloh von der PSAG: „Wichtig ist ein klares Rollenverständnis, sowohl in der Jugendhilfe als auch in der Psychiatrie, vor dem Hintergrund der oft sehr schwierigen Kooperationsfelder. Man muss die Hilfesysteme transparent machen, das ist die Voraussetzung für eine gute Zusammenarbeit. Man muss klare Anforderungen an die Betroffenen stellen sowie offen sowie transparent mit den Klienten umgehen." Mit der Fachtagung in Köln wäre ein guter Schritt in Richtung Nachhaltigkeit der Kooperation gelungen, so Dorgeloh.

REHACARE.de; Quelle: Landschaftsverband Rheinland

- Mehr über den LVR unter: www.lvr.de

 
 

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