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Erst die Ruhe, dann die Therapie

Erst die Ruhe, dann die Therapie

07.10.2009
Dr. Becker Klinikgesellschaft GmbH & Co. KG

Thüringen beherbergt eines von 420 buddhistischen Zentren in Mittel- und Osteuropa. Die Burg-Klinik Stadtlengsfeld kooperiert mit dem Dharmazentrum Möhra. Das „entschleunigt“ für die Therapie.

„In der Stille Ruhe finden“, „Auf den Spuren des Dalai Lama“ oder „Buddhismus hautnah erleben“ – mit solchen Angeboten locken zahlreiche Urlaubsanbieter Reisehungrige in ferne Länder. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn fremde Kulturen doch so nah sind? Keine Frage: Der Buddhismus hat Konjunktur in Deutschland. Auch in Thüringen. Das zeigt eindrucksvoll das Zentrum für buddhistische Studien in Möhra, eines von 420 solcher Zentren in Mittel- und Osteuropa: Vor dem Gebäude parken nicht nur Fahrzeuge mit Kennzeichen aus dem Umkreis. Auch Düsseldorfer, Münchener und Berliner sind hier zu finden. Der Radius an Interessenten beschränkt sich aber nicht nur auf Deutschland: Franzosen, Schweizer und Österreicher nehmen ebenfalls den weiten Weg nach Thüringen auf sich.
Auch die Burg-Klinik in Stadtlengsfeld, die einzige rein psychosomatische Rehabilitationsklinik im Freistaat, hat sich buddhistischen Themen und medizinischen Vorstellungen geöffnet und reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage ihrer Patienten nach buddhistischen Angeboten. Das Schlüsselwort lautet: Achtsamkeit. Diese besitzt in der buddhistischen Lehre einen zentralen Stellenwert und hält zunehmend – wie in Ergänzung die Meditation – Einzug in psychotherapeutische und psychosomatische Angebote. Es geht hierbei darum, ganz in der Gegenwart zu leben und sich all seiner Gefühle, Gedanken und Handlungen voll bewusst zu sein. Hierzu kooperiert die Stadtlengsfelder Einrichtung mit dem Dharmazentrum Möhra.

Achtsamkeit und Meditation
„Vier Mitarbeiter des Zentrums bieten hier in der Klinik Meditations- und Achtsamkeitskurse für alle Interessierten an, und die Patienten nehmen diese Seminare sehr gut an“, erklärt Sibylle Falkenhahn, Verwaltungsdirektorin der Burg-Klinik. „Dieser Behandlungsbaustein fügt sich bestens in unsere Auffassung einer wirkungsvollen, psychosomatischen Rehabilitation ein.“ Die hierfür nötige Ruhe und Gelassenheit ist überall auf dem Klinikgelände inmitten des „grünen Herzen Deutschlands“, wie Thüringen auch bezeichnet wird, zu spüren: Im Allgemeinen verfahren die Fachkräfte der Klinik bei ihren Behandlungsangeboten stets nach dem Motto Erst einmal „entschleunigen“.
„Psychische und psychosomatische Erkrankungen werden unter anderem durch Stress und Hektik, die für uns alle im Alltag anzutreffen sind, „getriggert“ – also ausgelöst. Wenn die Betroffenen dann in der Burg-Klinik eintreffen, befinden sie sich häufig noch auf einem solch hohen Aktivitätsniveau, dass sie sich erst einmal in die Ruhe einfinden müssen, die für eine erfolgreiche Behandlung notwendig ist“, so der Chefarzt Dr. Holger Süß. Dies sei für manche Patienten zwar recht ungewohnt, aber in jedem Fall zielführend. Frei nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft.
Wichtiger Punkt bei der Rehabilitation ist aber auch, dass die Behandlungsbausteine sich individuell am jeweiligen Patienten orientieren. „Kann oder möchte sich ein Patient nicht auf Meditationskurse oder Yoga einlassen, hat er die Möglichkeit, Verfahren wie beispielsweise die konzentrative Entspannungstherapie, die progressive Muskelentspannung oder Qigong-Kurse in Anspruch zu nehmen“, so der Chefarzt.

 
 
 

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