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Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz im Anfangsstadium

Schwerpunkt: Alzheimer/Demenz

Selbsthilfegruppen für Menschen mit Demenz im Anfangsstadium

15.01.2010
Foto: Drei Senioren auf einer Parkbank 
Austausch mit Gleichgesinnten ist
auch für Demenzpatienten im
Anfangsstadium wichtig; © SXC

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft bietet zunehmend mehr Gruppen für Menschen mit einer Demenz im Anfangsstadium an. Betroffene können sich hier informieren und haben einen geschützten, vertrauensvollen Raum, um sich auszutauschen.

In diesen Gruppen können wichtige Themen wie der Umgang mit der Krankheit, Veränderungen in der Beziehung, Hilfen im Alltag und finanzielle und rechtliche Fragestellungen besprochen werden.

„Seit Februar habe ich die Diagnose. Ich hatte das Glück, von meinem Facharzt an die Alzheimer-Gesellschaft verwiesen worden zu sein“, sagte Frau Merlin* (*Name geändert) aus Bayern. Sie betonte, wie wichtig dieses Angebot für sie sei: „Man freut sich auf die Treffen, wenn alles ruhig ist und harmonisch. Ich habe dort meinen Platz.“

Gerade bei jüngeren Erkrankten stehen Probleme des frühzeitigen Ausscheidens aus dem Beruf und die Sicherstellung der finanziellen Existenz oftmals im Mittelpunkt. Trotzdem würde viel gelacht.

„Wir dürfen nicht allein gelassen werden“ fasst Frau Merlin ihre Forderung nach Unterstützung zusammen. Leider gibt es große Unsicherheiten, wie das Angebot dauerhaft finanziert werden kann. Im Moment werden Gruppen für Menschen im frühen Krankheitsstadium, die noch nicht pflegebedürftig sind, über Spenden, Stiftungen und kommunale Modellprojekte finanziert.

Selbsthilfegruppen für Betroffene können krankheitsbedingt meist nicht von den Erkrankten selbst organisiert werden – sie brauchen eine fachliche und kontinuierliche Begleitung.

Ein wichtiges Thema ist die Einbeziehung der Betroffenen: Menschen mit Demenz wollen sich gern im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen. Sie wollen ihre Meinung sagen und Einfluss nehmen auf die Dinge, die sie betreffen.

„Ich bin zwar vergesslich aber nicht blöd“ sagte eine selbst betroffene Referentin auf dem internationalen Alzheimer-Kongress 2006 in Berlin und plädierte dafür, die Fähigkeiten und nicht die Defizite Demenzkranker in den Mittelpunkt zu stellen.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft lädt seit 2006 Menschen mit Demenz ein, auf Kongressen und Tagungen zu sprechen. „Das reicht aber nicht“, sagte die Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Sabine Jansen. „Wir brauchen bundesweit mehr Angebote an Gruppen für Menschen mit Demenz im Anfangsstadium. Dazu gehört auch eine dauerhafte Finanzierungsmöglichkeit.“

REHACARE.de; Quelle: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz

- Mehr über die Deutsche Alzheimer Gesellschaft unter www.deutsche-alzheimer.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

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