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Demenz: Pflege erleichtern

Demenz: Pflege erleichtern

Foto: Alter Mann am Fenster 

Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer und Innenminister Karl Peter Bruch haben in Mainz eine wertvolle Hilfe für den Umgang mit Menschen mit Demenz vorgestellt.

Die von den beiden Ministerien und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz entwickelte Informationsmappe enthält ein Biographieheft und ein Vermisstendatenblatt, die bei den persönlichen Unterlagen von Demenzkranken aufbewahrt und vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden sollen.

Das Biografieheft soll pflegenden Angehörigen und Fachkräften Sicherheit im Umgang mit den betroffenen Menschen geben. Das Datenblatt dient dem Schutz der erkrankten Menschen und kann der Polizei eine wirkungsvolle Hilfe im Vermisstenfall sein. Angehörige oder Betreuer sollten die Mappe mit Biografieheft und Datenblatt möglichst früh nach der Diagnosestellung gemeinsam mit Demenzpatienten ausfüllen.

„Das Biografieheft erfasst persönliche Informationen über die erkrankten Menschen und kann sie bei einem Umgebungswechsel begleiten“, so Dreyer. Ein an Demenz erkrankter Mensch habe wie jeder andere eine ganz persönliche, individuelle Lebensgeschichte mit vielen Erfahrungen und Erlebnissen, die sein Verhalten, seine Gewohnheiten und Vorlieben bestimmen. Wenn dieser Mensch seine vertraute Umgebung verlassen müsse – etwa durch einen Aufenthalt im Krankenhaus, in der Kurzzeitpflege oder durch den Umzug in ein Pflegeheim – sei das für ihn eine große Umstellung. Das Biographieheft könne Pflegekräfte dabei unterstützen, sich auf den einzelnen Menschen einzustellen.

„Das Vermisstendatenblatt ist für die Polizei eine sinnvolle Ergänzung des Leitfadens „Einsatz mit an Demenz erkrankten Menschen“ und ist in der polizeilichen Praxis entstanden“, sagte Bruch und ergänzte: „Das Datenblatt kann Leben retten.“ Die polizeiliche Praxis zeigt, dass der erlernte Beruf, die früheren Hobbys und sogar ehemalige Wohnorte in der Kindheit für die Menschen mit Demenz handlungsleitend sein können. Mit Hilfe der in den persönlichen Unterlagen hinterlegten Daten kann die Polizei im Vermisstenfall eine schnelle, zielgerichtete Suche einleiten.

„Biografieheft und Vermisstendatenblatt sollen dazu beitragen, Vertrautheit und Sicherheit für den kranken Menschen in seiner neuen Umgebung zu schaffen, eine persönliche und verständnisvolle Betreuung und Pflege zu ermöglichen und die Zufriedenheit des an Demenz erkrankten Menschen zu fördern. Die Dokumente können die pflegerische Arbeit erleichtern und die Polizei bei ihrer Aufgabenwahrnehmung wirkungsvoll unterstützen“, so Malu Dreyer und Karl Peter Bruch.

REHACARE.de; Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz

- Mehr über die Demenzkampagne des Landes Rheinland-Pfalz unter www.demenz-rlp.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

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