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Einheitliche Systeme für Blutzuckermessung

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Einheitliche Systeme für Blutzuckermessung

26.02.2010
Foto: Blutzuckermessung 
Diabetiker müssen regelmäßig ihren
Blutzuckerspiegel messen; © SXC

DiabetesDE, die Deutsche Diabetes-Gesellschaft und die POCT-AG der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin setzen sich für vereinheitlichte Messverfahren ein.

Die Initiative hat das Ziel, dass Diabetiker ihre Blutzuckerwerte vergleichen können, wenn sie mit mehreren Geräten messen oder ihr Messgerät austauschen. Die heute verfügbaren Systeme zeigen die Ergebnisse entweder auf Grundlage des Vollblutes oder des Blutplasmas.

Die Verwechslungsgefahr ist hoch: Aufgrund der unterschiedlichen Konzentration der Zuckeranteile in Plasma oder Vollblut ergeben sich abweichende Ergebnisse – auch wenn beide korrekt messen. Im Schnitt ist der Blutzuckerwert bei Plasma-Messungen um elf Prozent höher als bei Vollblut-Messungen. Diabetiker können jedoch häufig nicht erkennen, woraus ihre Messgeräte ihre Ergebnisse gewinnen.

"Die Blutzucker-Selbstmessung ist in den letzten Jahren durch den technischen Fortschritt immer besser geworden", betont Thomas Danne, Vorstandvorsitzender von diabetesDE und Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG). "Dabei müssen sich aber Patienten und Ärzte darüber verständigen, ob sich die vereinbarten individuellen Zielwerte auf Plasma oder Vollbluteichung beziehen. Solange wie es in einer Übergansphase noch beide Eichsysteme gibt, können die unterschiedlichen Messergebnisse mit verschiedenen Geräten zu Verwirrung und Verunsicherung führen."

Die Diabetes-Experten fordern von den Herstellern eine einheitliche Eichung, so dass Patienten zukünftig ebenso zuverlässig und kontinuierlich ihre selber gemessenen Werte vergleichen können. Eine weitere Verwechslungsgefahr wäre durch einheitliche Systeme ebenfalls gebannt: Ärzte sprechen mit ihren Patienten angestrebte Blutzuckerwerte ab. Diese Kommunikation ist fehleranfällig, solange Mess-Systeme unterschiedlich sind. Trotzdem muss kein Patient sein Messgerät austauschen: Alle auf dem Markt befindlichen Blutzuckergeräte können unbesorgt weiterverwendet werden. Die gemessenen Blutwerte sind bei beiden Messmethoden korrekt.

Wenn Patienten wissen, auf welcher Basis ihre Messgeräte arbeiten, können sie heute schon umrechnen und vergleichen: Der Vollblutwert multipliziert mit dem Faktor 1,11 ergibt den Plasmawert.

REHACARE.de; Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

- Mehr über die Deutsche Diabetes Gesellschaft unter www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

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