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Ehrenamt von der anderen Seite

Ehrenamt von der anderen Seite

Foto: Geistig behinderter Junge hilft einer älteren Dame 

"Alle brauchen alle!" lautete das Motto des zweiten Bundestreffens der Freiwilligenbeauftragten in der Lebenshilfe, das Ende Februar in der Nähe von Marburg stattfand.

Rund 80 Teilnehmer und Referenten aus dem ganzen Bundesgebiet - auch Interessierte aus anderen Verbänden und Initiativen - sind hier zum Austausch über ihre Arbeit zusammen gekommen.

Doch diesmal ging es nicht um Ehrenamt und freiwillige Arbeit für Menschen mit geistiger Behinderung; vielmehr wurde Engagement einmal von der anderen Seite gesehen. Als selbstbewusste und verantwortungsvolle Bürger setzen sich heute viele von ihnen selbst für andere oder für eine gute Sache ein. Menschen mit geistiger Behinderung sind in Freiwilligen Feuerwehren und im Naturschutz aktiv, sie helfen bei örtlichen Tafeln oder engagieren sich im Stadtteil-Café.

Auf der Tagung, zu der die Bundesvereinigung Lebenshilfe gemeinsam mit der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland und der Lebenshilfe Berlin eingeladen hatte, stellen Referenten mit und ohne geistige Behinderung Praxisbeispiele vor; Akteure aus Freiwilligenagenturen, Politik und Wissenschaft diskutieren über die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Handicap.

Das Bundestreffen soll zudem ein Zeichen setzen für Inklusion und volle Teilhabe auch im Bereich der Freiwilligenarbeit. So betonte Erika Schmidt, selbst geistig behindert und seit Jahren beim "Netphener Tisch" für Bedürftige engagiert, in ihrem Grußwort "das Recht auf freiwilliges Engagement als Bürgerrecht". Tina Winter, die im Namen des Bundesvorstands der Lebenshilfe die Tagungsgäste begrüßte, ergänzt: "Menschen mit geistiger Behinderung sollen alle Möglichkeiten des gesellschaftlichen Lebens offen stehen, die auch nicht behinderte Menschen haben - dies gilt natürlich auch für die Chance, sich sozial zu engagieren."

Zugleich war die Veranstaltung der Rahmen für eine Premiere. Erstmals stellten die Gesellschafter-Initiative der Aktion Mensch und die Bundesvereinigung Lebenshilfe dort ihr gemeinsam entwickeltes Werbematerial vor, mit dem sie zum Blick auf die andere Seite des Engagements einladen: Pfiffige Wechselbild-Karten lassen, ganz handfest und wortwörtlich, eine andere Perspektive auf Menschen mit Behinderung entstehen. Die Karten werden in den nächsten Wochen bundesweit an Verbände, Organisationen und Initiativen versandt.

REHACARE.de; Quelle: Bundesvereinigung Lebenshilfe
für Menschen mit geistiger Behinderung e. V.

- Mehr über die Bundesvereinigung Lebenshilfe unter www.lebenshilfe.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 
 
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