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Stolperstein im trauten Heim
Schwerpunkt: Wohnen
Stolperstein im trauten Heim
Barrierefreie Toilette mit Barriere
© Oliver Paul
Zehn Prozent gaben an, dass sie sich in ihrer Wohnung nicht normal bewegen können. Und zwar aufgrund ihres Alters oder der körperlichen Beweglichkeit. Das ergab die Auswertung einer Pan-Europäischen Studie namens LARES (Large Analysis and Review of Housing and Health Status).
Die Weltgesundheitsorganisation WHO gab die Befragung über den Status von Wohnungen und Gesundheit innerhalb acht europäischer Staaten 2004 in Auftrag - das Kompetenzzentrum "Barrierefreies Planen und Bauen" der Technischen Universität in Berlin führte sie aus. Dabei wurde noch ein weiteres Ergebnis erhoben. Fast dreiviertel aller Wohnungen und Gebäude sind für Menschen mit Behinderungen nicht problemlos zugänglich oder nutzbar.
Da liegt das Berliner Kompetenznetz, das seit Ende 2003 besteht, mit seinem Programm genau richtig, denn es hat sich zum Ziel gesetzt, Designer, Architekten und Städteplaner für das Thema Barrierefreiheit zu sensibilisieren. Barrierefreies Planen und Bauen soll besser in die Ausbildung verankert werden. So gibt es bislang europaweit zum Beispiel nur eine Universität in den Niederlanden, die barrierefreies Planen und Bauen als Pflichtfach auf dem Stundenplan vorweisen kann.
Und die LARES-Studie zeigt auf, dass dringender Handlungsbedarf besteht, um unsere Umwelt barrierefrei zu gestalten: Der Anteil an Menschen mit Einschränkungen wird weiter steigen - die westlichen Länder bestehen aus einer alternden Gesellschaft. Und neben den körperlichen Behinderungen, zeigen auch geistige oder zeitweise Funktionseinschränkungen immer stärker vorhandene Barrieren auf.
Die größten Probleme für Menschen mit Behinderungen befinden sich in Badezimmern. In vielen Wohnungen wäre es nötig, die Räume an die speziellen Bedürfnisse anzupassen. Duschen ohne Schwellen sind nur ein Stichwort. Aber auch Eingangsbereiche und Treppenhäuser machen alten und behinderten Menschen das unbeschwerte Leben schwer. Rampen, Fahrstühle, Handläufe an Treppen sind die fehlenden Elemente.
Daher hat das Kompetenzzentrum nun eine Homepage ins Internet gestellt, die sich mit barrierefreiem Planen und Bauen beschäftigt. www.kompetenzzentrum-barrierefrei.de ist eine Berliner Kooperation und entstand unter anderem auf Initiative der Behindertenvertretung der Technischen Universität Berlin und dem Berliner Behindertenverband (BBV).
Bislang werden Symposien, Ringvorlesungen und Veranstaltungen auf den Webseiten koordiniert - es ist eine Art dynamische Wissensplattform. Auch die Privatperson soll in Zukunft stärker bedacht werden, aber die Seiten befinden sich noch im Aufbau. Dennoch finden Interessierte unter anderem interessante Links wie den auf die Homepage www.nullbarriere.de. Der beschäftigt sich mit praktischen Informationen für den Laien rund im das Thema barrierefrei Bauen. Und dass die eigene Webseite noch nicht barrierefrei ist, hat einen guten Grund - die Macher sind allesamt ehrenamtlich am Werk.
- Link zum Kompetenzzentrum in Berlin: www.kompetenzzentrum-barrierefrei.de
- Link zu der Internetseite www.nullbarriere.de












