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Mitgemacht und mitgedacht

Mitgemacht und mitgedacht

Foto: Lesehilfe Kissenkult 

Studierende an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Schwäbisch Gmünd haben Alltagshilfen für körperlich eingeschränkte Menschen entwickelt. Erste Produkte wurden nun als Gebrauchsmuster angemeldet.

Die Palette nützlicher Hilfsmittel für Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist groß. Doch viele der auf dem Markt erhältlichen Produkte bieten nur eine funktionelle Hilfe. Meist fehlt es an der Ergonomie, an Wirtschaftlichkeit und Ästhetik. Mit einer Gruppe Studierender hat sich Jürgen Held, Professor für Ergonomie an der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd, dieser Problematik angenommen. Das Ergebnis ist eine Reihe innovationsträchtiger Lösungen, die helfen, alltägliche Hürden leichter zu meistern.

Ausgangspunkt hierfür war im vergangenen Jahr eine Initiative der Behindertenhilfe gGmbH des Evangelischen Johannesstift in Berlin, die die HfG Schwäbisch Gmünd in einem Bewerbungsverfahren unter zehn weiteren Hochschulen als Partner auswählte. Für viele der entstandenen Produktentwürfe sind nun von der Behindertenhilfe europaweit Schutzrechte angemeldet worden, um in absehbarer Zeit auch in Produktion zu gehen.

Um benutzergerechte, gleichzeitig ästhetisch ansprechende Produktlösungen zu entwickeln, arbeiteten die HfG-Studierenden mit partizipativen Designmethoden: Eine ganze Woche verbrachten sie im Evangelischen Johannesstift in Berlin zusammen mit den körperbehinderten Menschen, um in einem intensiven Wechselspiel von Beobachten und Miterleben, der gezielten Visualisierung und dem Rückspiegeln der Beobachtungen ein Gespür für die Schwierigkeiten des Behindertenalltags zu erlangen.

Die HfG-Studierenden begleiteten Tätigkeiten wie Einkaufen, Kochen, Essen oder Waschen und waren auch bei den Freizeitaktivitäten mit dabei. Im darauf folgenden Prozess integrierten die Nachwuchs-Produktgestalter ihre Zielgruppe als Co-Entwickler und erarbeiteten mit ihnen gemeinsam anhand von Modellen und Prototypen neue Lösungen.

Unter den Produkten, die nun als Gebrauchs- bzw. Geschmacksmuster angemeldet wurden, sind unter anderem: Primo – Eine kompakte, gut verschließbare kleine Tasche für Wertsachen, die am Oberschenkel befestigt wird und dem Rollstuhlfahrer mehr Freiheit und Mobilität bietet. Außerdem: Kissenkult – Ein Spezialkissen als Lesehilfe zum Aufstellen von Büchern und um das Umblättern und Lesen im Sitzen oder Liegen zu erleichtern.

REHACARE.de; Quelle: Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd

- Mehr über die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd unter www.hfg-gmuend.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 
 
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