Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: REHACARE-Portal. REHACARE Magazin. Archiv. Familie.

Pflegende Angehörige häufig überfordert

Pflegende Angehörige häufig überfordert

Foto: Besorgte Frau 

Eine Studie der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zeigt, dass Männer bei der Pflege chronisch Kranker Angst haben und Frauen sich um den Familienfrieden sorgen.

Mehr als zehn Millionen Bundesbürger gelten als chronisch krank - sie leiden beispielsweise unter Diabetes, Herzerkrankungen oder an Krebs. Ihre Betreuung kostet Kraft und Zeit. Das spüren vor allem Frauen: Sechs von zehn machen sich Sorgen, dass Familie, Kinder und der Job zu kurz kommen, weil die Pflege mit einem großen Aufwand verbunden ist. Männer fühlen sich dagegen vor allem fachlich überfordert. Jeder zweite hat Angst, in der Betreuung etwas falsch zu machen und den chronisch Kranken schlecht zu versorgen.

Für die Studie der ZQP wurden 250 Bundesbürger befragt, die sich um einen chronisch kranken Angehörigen oder Lebenspartner kümmern.

Vor allem Bundesbürger zwischen 36 und 50 Jahren leiden unter der Last der Pflege. Fast zwei Drittel klagen über Stress aufgrund von Zeitmangel. Stärker als andere Altersgruppen spüren sie die Überlastung. Besonders betroffen sind dabei Familien. Die Kombination von Kindererziehung und Betreuung eines kranken Angehörigen stellt für sie eine große Herausforderung dar.

Die Last tragen dabei immer noch überwiegend Frauen. "Sie übernehmen in drei von vier Fällen die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger", sagt Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des Zentrums für Qualität in der Pflege. "Eine Bürde, die in den vergangen Jahren noch gewachsen ist, da zunehmend Frauen gleichzeitig Kinder erziehen und einer Berufstätigkeit nachgehen."

Die physische und psychische Belastung der Pflege führt zu Erschöpfung und macht die Betreuenden häufig selbst krank. Symptome wie Stimmungstiefs, Burnout, Schlafstörungen, Bluthochdruck oder Kopfschmerzen sind gerade bei Pflegenden besonders verbreitet.

Entsprechend groß ist das Bedürfnis nach einer besseren Unterstützung bei der Betreuung, zum Beispiel durch einen ambulanten Pflegedienst. Knapp sechs von zehn Befragten wünschen sich eine professionelle Hilfe, die für Entlastung sorgt. Mehr als die Hälfte legt außerdem Wert auf mehr Beratung und Unterstützung bei den finanziellen Belastungen. Vor allem Männern geht es darum, die medizinisch-pflegerische Versorgung zu verbessern. Hier zeigt sich erneut ihre Unsicherheit und die Sorge, in der Pflege etwas falsch zu machen.

REHACARE.de; Quelle: Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege

- Mehr über die Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege unter www.zpq.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 
 
© Messe Düsseldorf gedruckt von www.REHACARE.de