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Robbie, bitte übernehmen Sie!

Robbie, bitte übernehmen Sie!

Foto: Serviceroboter greift nach einem Becher 

Schwere Kisten transportieren, Getränke anbieten – Roboter, die in stationären Pflegeeinrichtungen Transportaufgaben und Routinetätigkeiten übernehmen, können das Personal entlasten. Ein erster Praxistest im Altenheim zeigt, dass sowohl das Pflegepersonal als auch Bewohner die Unterstützung akzeptieren.

Pflegekräfte waschen die Senioren, füttern sie, wechseln Verbände und versorgen sie im Notfall. Bisher gehören auch einfache Routinetätigkeiten zu ihren Aufgaben, wie zum Beispiel Hol- und Bringdienste.

Entlastung schaffte im vergangenen Monat ein Roboter zur Pflegeunterstützung. Mithilfe seines Navigationssystems fährt er zielsicher von Station zu Station und übernimmt Transporte wie die Lieferung von Post, Wäsche oder neuer Getränke. Bedienen lässt sich der Helfer einfach über den am Roboter angebrachten Touchscreen oder über das Smartphone.

Der Roboter unterstützt das Pflegepersonal auch bei der Versorgung der Senioren mit Getränken: In den Aufenthaltsräumen verteilt er regelmäßig Wasser an diejenigen Bewohner, die noch nicht ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen haben. Die notwendigen Informationen zur Identifikation einzelner Senioren und deren bisheriger Flüssigkeitsaufnahme lädt er dabei über eine verschlüsselte Funkverbindung aus einer Datenbank, in der sowohl der automatische Helfer als auch das Pflegepersonal die bisher ausgegebenen Flüssigkeitsmengen protokollieren.

So oder ähnlich könnten Serviceroboter in Zukunft zur Pflegeunterstützung eingesetzt werden. Welche Aufgaben die Roboter übernehmen könnten, haben Forscher in dem Projekt „WiMi-Care“ auf Basis einer Bedarfsanalyse in der stationären Altenpflege herausgefunden. Daraus haben sie beispielhaft zwei Szenarien abgeleitet – den Transport und das Verteilen von Getränken – und in einem ersten Praxistests im Stuttgarter Altenpflegeheim untersucht.

„Der Roboter verfügt über eine mobile Basis, einen Arm und Greifer. So kann er auch für komplexe Handhabungsaufgaben wie zum Beispiel die Bedienung eines Wasserspenders eingesetzt werden“, erläutert Birgit Graf, die am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA die Gruppe Haushalts- und Assistenzrobotik leitet.

„Die Bewohner haben durchweg positiv auf den Roboter reagiert und schnell verstanden, dass sie den Becher vom Tablett nehmen sollen“, erläutert Graf. Einziges Manko: Tatsächlich daraus getrunken haben sie nur selten. Eines der Ziele für die nächste Projektphase besteht nun darin, „den Roboter überzeugender auftreten zu lassen, so dass er nicht nur als Zeitvertreib angesehen, sondern seine Aufforderungen zum Trinken von den Bewohnern auch ernst genommen wird.“

REHACARE.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

- Mehr über das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung unter www.fraunhofer.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

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