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Volk am Stock - Nordic Walking - Teil 2
Schwerpunkt: Sport
Volk am Stock - Nordic Walking - Teil 2
© Gunther Belitz
"Wer mit Prothese gehen kann, wird auch in der Lage sein, Nordic Walking zu betreiben", sagt Rudolf Ziegler. Und das gilt natürlich in ähnlicher Weise für alle anderen gehfähigen Menschen mit Handicap. Eine Altersbeschränkung gibt es nicht, denn das Tempo kann immer der individuellen Leistungsfähigkeit entsprechend angepasst werden. "Man sollte allerdings mindestens eine halbe Stunde lang walken, um einen Ausdauereffekt zu erzielen", rät Ziegler. Zu berücksichtigen ist dabei immer der erhöhte Energieaufwand für Prothesenträger. Bei Unterschenkelamputierten beträgt er zwischen 25 und 50 Prozent, bei Oberschenkelamputierten sind es sogar 50 bis 100 Prozent.
Nordic Walking ist für alle Menschen ein wunderbarer Sport, um abzunehmen und sich auf sanfte Weise rundum fit zu halten. Neueinsteigern sei allerdings ein Besuch des Arztes zu empfehlen, um eventuelle Risikofaktoren abzuklären. Nordic Walking ist ein ausgesprochen billiger Sport, der nahezu überall ausgeführt werden kann. Neben festen Joggingschuhen und funktioneller Bekleidung benötigt man nur noch die speziellen Karbon- oder Glasfaserstöcke, die mit ergonomischen Handschlaufen und Gummikappen an der Spitze versehen sind. Gute Stöcke kauft man am besten im Sportfachhandel.
Einen weiteren Vorteil hat das Nordic Walking für Menschen mit Handicap. Während man beim Gehen mit einem normalen Handstock oder mit Unterarmgehstützen sofort als "behindert" identifiziert wird, gilt man beim Nordic Walking mit Stockeinsatz immer zuerst als sportlich aktiver Mensch. Das Handicap spielt eben keine Rolle mehr, wenn das ganze Volk am Stock geht.
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