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Raus aus dem Abseits

Schwerpunkt: Sport

Raus aus dem Abseits

12.05.2010
Foto: Beine eines Fußballers beim Spielen 
Beim Blindenfußball steckt im Ball
eine Rassel, damit die Spieler ihn
hören können; © SXC

Um die Öffentlichkeit mehr für den Behindertensport zu interessieren, findet am 20. Mai 2010 unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel der Tag des Blindenfußballs in Berlin statt.

Von 10 bis 18 Uhr rollt erstmals der Rasselball vor dem Reichstag, um der politischen Prominenz ebenso wie zahlreichen Berlinern und Touristen zu demonstrieren, dass auch blinde und sehbehinderte Menschen Spaß am Fußball haben können und manche es sogar zu internationalen Ehren bringen. So wird die deutsche Blindenfußball-Nationalmannschaft vor dem Westportal des Reichstags ihr erstes Länderspiel auf deutschem Boden bestreiten. Gegner ist an diesem Tag die Mannschaft der Türkei.

Der Tag des Blindenfußballs wird von Bundestagspräsident Norbert Lammert eröffnet. Rings um das Spielfeld ist ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Informationen über den Blindenfußball und die Blindenfußball-Bundesliga, mit Talkrunden, Mitmachangeboten und vielem mehr geplant. Thomas de Maizière, als Bundesinnenminister auch zuständig für die Förderung des Sports, hat seine Teilnahme zugesagt. Erwartet werden auch zahlreiche Mitglieder des Sportausschusses des Deutschen Bundestages, darunter die Vorsitzende des Gremiums, Dagmar Freitag.

Der Tag des Blindenfußballs soll einer breiten Öffentlichkeit zeigen, dass der Blindenfußball in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Dafür gibt es in Deutschland keinen geeigneteren Ort als den Platz der Republik, unmittelbar vor dem Reichstagsgebäude. Die sportlichen Leistungen der blinden und sehbehinderten Fußballer sind faszinierend und verdienen höchste Anerkennung.

Beim Blindenfußball spielen je Mannschaft vier blinde Feldspieler und ein sehender Torwart. Der Ball rasselt gut hörbar, zwei Rufer geben Orientierung. Das Feld ist mit Banden begrenzt. Die Spieler lernen, sich in bestimmten Formationen auf dem Spielfeld zu verteilen, sie dribbeln den Ball dicht zwischen den Füßen schnell übers Feld. Auf Zuruf laufen sie mit dem Ball aufs Tor zu und schießen. Wer sich ohne Ball bewegt, ruft "voy"; so werden Zusammenstöße vermieden. Wer den Ball von einem Mitspieler bekommt, ruft, damit er genau angespielt werden kann.

REHACARE.de; Quelle: Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV)

- Mehr über den Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband unter www.dbsv.org

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 

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