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Musiktherapie und Demenz
Schwerpunkt: Musik
Musiktherapie und Demenz
06.08.2008
Musik kann Emotionen wecken
und so die Demenzkranken
ansprechen; © SXC
Das neue Praxis-Forschungsprojekt "Klangbrücken" sucht für eine Musiktherapie an Demenz erkrankte Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Mit dem neuen Forschungsprojekt "Klangbrücken" bietet das Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Kooperation mit der Fachhochschule Frankfurt am Main und der Alzheimer Gesellschaft Frankfurt e.V. zu Hause lebenden Demenzerkrankten eine im weitesten Sinne psychotherapeutisch ausgerichtete Musiktherapie an.
Die Teilnehmer erhalten ein Jahr lang einmal wöchentlich kostenlose Musiktherapie-Einzelstunden zu Hause. Das Projekt wird von einer begleitenden Untersuchung ergänzt. Ziel dieser Begleitstudie ist es, die Eignung der Musiktherapie für Menschen mit Demenz zu beobachten.
Während bei Demenzkranken die kognitiven Funktionen nach und nach erlöschen, bleibt die Bereitschaft, über Empfindungen und Sinneswahrnehmungen zu reagieren, noch lange erhalten. Musiktherapie kann dem Patienten Verbindungen zu sich selbst und zur sozialen Umwelt ermöglichen.
Musiktherapie dient der Förderung nonverbaler Möglichkeiten des Ausdrucks und der Kommunikation sowie der Beziehungsaufnahme. Sie unterstützt die Selbstwahrnehmung unter Einbeziehung biographischer Momente. Sie bietet Anstöße zur Sensibilisierung der Wahrnehmung und zur aktiven Teilhabe am kulturellen Leben.
Das Projekt enthält zwei Komponenten: Es verbindet Hausbesuche zur Einzelmusiktherapie und Gespräche und musikalische Aktivitäten mit Angehörigen, individuell und in der Gruppe. Das Angebot wird gründlich dokumentiert und ausgewertet. Durch die unterschiedlichen Perspektiven und Situationen soll sich ein differenziertes Bild von der Wirkung der Musiktherapie ergeben und bewerten lassen.
Am Forschungsprojekt teilnehmen können Menschen mit diagnostizierter Demenz im mittleren und späten Stadium, die zu Hause wohnen und von ihren Angehörigen versorgt werden. Denn von dem Musiktherapieangebot sollen vor allem Demenzkranke profitieren, die aufgrund der Schwere ihrer Erkrankung oder ihrer eingeschränkten Mobilität von bestehenden Angeboten nicht erreicht werden. Die Teilnahme ist kostenlos; Anmeldungen unter: 06071 - 74 98 79 oder 069 - 63 01 51 96.
- Mehr über das Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität erfahren Sie unter: www.kgu.de
( Quelle: REHACARE.de )












