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Fachkräfte für Sucht im Alter sensibilisieren und qualifizieren

Fachkräfte für Sucht im Alter sensibilisieren und qualifizieren

Foto: Betrunkener Mann, verzerrte Aufnahme 

Eine Studie im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hat ergeben, dass etwa 14 Prozent der Menschen, die von ambulanten Pflegediensten und in stationären Einrichtungen betreut werden, Alkohol- oder Medikamentenprobleme haben.

Substanzmissbrauch und -abhängigkeit auch im höheren Lebensalter sind keine Seltenheit. Vor allem der Missbrauch und die Abhängigkeit von Medikamenten, aber auch von Alkohol, sind bei Menschen über 60 Jahren verbreitet.

"Schädlicher Suchtmittelkonsum und Abhängigkeit im Alter werden bisher zu wenig beachtetet und oft nicht erkannt. Oftmals ist auch das Pflegepersonal nicht ausreichend auf den Umgang mit Suchtproblemen vorbereitet", so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans. "Aus der Praxis wissen wir, dass bisher eine Abstimmung zwischen Altenhilfe und Suchthilfe kaum erfolgt. Damit werden vorhandene Expertisen für dieses spezifische Problemfeld nicht ausreichend genutzt."

Mit 2,4 Millionen Euro fördert deshalb das Bundesministerium für Gesundheit in den nächsten zwei Jahren acht Modellprojekte zur Sensibilisierung und Qualifizierung von Fachkräften in der Sucht- und Altenhilfe.

Zentraler Baustein der Modellprojekte ist die Förderung einer strukturierten Zusammenarbeit zwischen Alten- und Suchthilfe, die auf gegenseitiges voneinander Lernen und einem gleichberechtigten Austausch zwischen den Fachkräften aufbaut.

Im Rahmen der Projekte werden beispielsweise bedarfsgerechte gemeinsame Fortbildungen für Fachkräfte der Alten- und Suchthilfe und Curricula für die Ausbildung konzipiert und erprobt. Für die tägliche Arbeit ist vorgesehen, Strukturen zur gegenseitigen Beratung zu schaffen und gemeinsame Fallbesprechungen durchzuführen.

"Wir erwarten, durch die Modellprojekte wichtige Impulse zu erhalten, wie bereits vorhandene Versorgungsstrukturen an die Lebenswelt von älteren Menschen mit Suchtproblemen angepasst werden können", erklärt Mechthild Dyckmans.

REHACARE.de; Quelle: Geschäftsstelle der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

- Mehr über die Drogenbeauftragte der Bundesregierung unter www.drogenbeauftragte.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

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