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Design on Demand: Form folgt dem Anspruch

Schwerpunkt: Prothesen

Design on Demand: Form folgt dem Anspruch

18.08.2010
Foto: Mann mit Beinprothese sitzt auf einer Wiese 
Prothese von heute sind nicht nur
funktional, sondern machen auch
optisch einen guten Eindruck;
© Fraunhofer IPA

Bei medizintechnischen Produkten sind zunehmend neue Gestaltungslösungen gefragt, um bei komplexen Strukturen gleichzeitig maximale Funktionalität und hohe Benutzerfreundlichkeit zu garantieren.

Die Umsetzung hoher gestalterischer Ansprüche wird durch den Einsatz generativer Fertigungsverfahren ermöglicht. Diese Technologie überzeugt durch eine schnelle und flexible Produktion ohne manuelle Umwege, wodurch individuelle Bauteile bei geringem Materialverbrauch effizient hergestellt werden können. Somit können maßgeschneiderte, funktionelle und hochtechnisierte Produkte mit komplexen Strukturen auch unter Einbeziehung bionischer Vorbilder entwickelt und hergestellt werden.

„Das Ziel der Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist es, durch die Umsetzung von ingenieurswissenschaftlichem Konstruktionswissen auf einem hohen gestalterischen Niveau maßgeschneiderte Produkte für den Kunden anzufertigen“, sagt Jannis Breuninger vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, der eine generative Prothese entwickelt hat.

Das Design ist in erster Linie zweckorientiert und soll jene Funktionen erfüllen, die den individuellen Anforderungen des Anwenders gerecht werden. Vor allem bei Medizinprodukten ist es hinsichtlich Qualität, Wirksamkeit und Benutzerfreundlichkeit notwendig, Ideen und Bedürfnisse der Kunden aufzugreifen und in den Entwicklungsprozess einfließen zu lassen. Nur so kann sichergestellt werden, dass das Produkt die gewünschten Komforteigenschaften mit sich bringt und gleichzeitig komplexe Funktionalitäten aufweist.

Das Ziel bei der Konzeption medizintechnischer Lösungen ist es, die Ausführungsbedingungen der Mensch-Maschine-Schnitt¬stelle so zu gestalten, dass die Leistungsfähigkeit des gesamten Systems verbessert wird und die auf den Menschen einwirkenden Belastungen gemindert werden. Um ein optimales Ergonomiekonzept zu erstellen, werden notwendige Handlungs- und Bewegungsabläufe sowie relevante Umwelteinflüsse analysiert.

Die vom Fraunhofer IPA unter der Anwendung generativer Technologien entwickelte Prothese illustriert in besonderer Art und Weise die Verbindung von Ästhetik und Funktionalität. Sie bietet Amputierten neue Möglichkeiten, trotz ihrer Beeinträchtigung den Alltag zu meistern, indem sie sich nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch an den Lebens¬stil des Betroffenen anpasst. Anstatt der aufwändigen Anprobe am Patienten werden die erforderlichen Daten und individuellen Maße direkt am Computer generiert und anschließend in die Konstruktion integriert.

REHACARE.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

- Mehr über das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung unter www.ipa.fraunhofer.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 

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