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Implantat: Blinde Patienten können Buchstaben erkennen
Schwerpunkt: Prothesen
Implantat: Blinde Patienten können Buchstaben erkennen
17.11.2010
Patient beim Lesen seines
Namens; © UKT
Ein unter die Netzhaut eingepflanzter, lichtempfindlicher Chip kann bei erblindeten Menschen Sehleistungen wiederherstellen, die bis hin zur Erkennung von Buchstaben und Wörtern reichen, so eine Studie.
Das subretinale elektronische Netzhautimplantat, arbeitet mit 1500 lichtempfindlichen Dioden, Verstärkern und Elektroden auf einem drei mal drei mm großen Chip, der das Bild in ein Raster von elektrischen Impulsen umwandelt, die über Netzhautneurone an das Gehirn weiterleitet werden.
Bisher blinde Patienten konnten damit Lichtquellen oder helle Gegenstände lokalisieren und erkennen. Einer der Patienten war in der Lage, auch unbekannte Objekte korrekt zu identifizieren oder die Zeigerstellung einer großen Uhr abzulesen. Darüber hinaus erkannte er einzelne Buchstaben und konnte daraus Wörter bilden sowie sieben verschiedene Graustufen unterscheiden. Allerdings ist ein solcher Chip nicht einsetzbar, wenn die Netzhaut in weit fortgeschrittenen Stadien der Netzhautdegeneration stark vernarbt und nicht mehr durchblutet ist oder der Sehnerv massiv beschädigt ist.
Ziel der Forschungsarbeiten ist es, bei Blinden, deren Stäbchen und Zapfen in der Netzhaut degeneriert sind - beispielsweise durch die Erkrankung Retinitis Pigmentosa – diese verlorene Funktion durch ein Netzhautimplantat zu ersetzen. Retinitis Pigmentosa, eine erbliche Netzhautdegeneration, ist eine der häufigsten Ursachen für eine Erblindung in jungen Jahren.
REHACARE.de; Quelle: Universitätsklinikum Tübingen
- Mehr über das Universitätsklinikum Tübingen unter: www.medizin.uni-tuebingen.de
( Quelle: REHACARE.de )












