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Eine Schule für alle
Schwerpunkt: Bildung
Eine Schule für alle
29.03.2010
Der Preis zeichnet Schulen aus, die
inklusive Bildung in Deutschland
ermöglichen; © SXC
Unter dem Motto "Gemeinsam lernen - mit und ohne Behinderung" zeichnet der "Jakob Muth-Preis für inklusive Schule" auch in diesem Jahr Schulen aus, die behinderte und nicht behinderte Kinder vorbildlich zusammen unterrichten.
Projektträger sind der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, die Bertelsmann Stiftung und die Deutsche UNESCO-Kommission. Bewerben kann sich bis zum 14. Mai jede Schule, die den Weg zur inklusiven Schule beschreitet – unabhängig von Schulform oder Trägerschaft. Die drei ersten Preise sind mit je 3.000 Euro dotiert und werden im November 2010 feierlich verliehen.
Die seit Anfang 2009 verbindliche UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen fordert auch für Deutschland, schulische Bildung möglichst inklusiv zu gestalten. Wenn behinderte Kinder gemeinsam mit nicht behinderten Kindern unterrichtet werden, seien die Bildungschancen deutlich größer, und zwar für alle Kinder, meint Hubert Hüppe. "Jetzt sind die Schulen auf der Suche nach Konzepten. Sie benötigen die Erfahrung und Kreativität von Pädagogen, die sich bereits auf den Weg gemacht haben. Nichts wirkt besser als ein gutes Vorbild“, so Hüppe.
"Von einem inklusiven Schulsystem profitieren alle - Schüler mit und Schüler ohne Förderbedarf", betont Jörg Dräger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung und zuständig für die Bildungs- und Integrationsprojekte. Der nötige Umbau des Schulsystems brauche aber Zeit: "Zuerst müssen sich Schulen und Lehrer darauf vorbereiten, Kinder mit Förderbedarf aufzunehmen."
"Inklusive Bildung weltweit ist ein wichtiges Ziel der UNESCO", sagt Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. Deutschland sei hier im internationalen Vergleich noch nicht weit genug und müsse dringend mehr Anstrengungen unternehmen. Inklusion bedeute nicht, dass sich der Lernende in ein bestehendes System integrieren muss, sondern dass das Bildungssystem die Bedürfnisse aller Lernenden berücksichtigt und sich an sie anpassen muss. "Erst wenn unser Bildungssystem allen Kindern ermöglicht, in einem gemeinsamen Unterricht voll am schulischen Leben teilzuhaben, können wir von umfassender Bildungsgerechtigkeit sprechen", unterstreicht Bernecker. Diese Idee soll der Jakob Muth-Preis in Deutschland weiter voranbringen.
REHACARE.de; Quelle: Bertelsmann Stiftung
- Mehr über die Auswahlkriterien, das Bewerbungsformular sowie weitere Informationen zum Preis unter www.jakobmuthpreis.de
( Quelle: REHACARE.de )












