Sie befinden sich hier: Aktuelles. Schwerpunkt. Schwerpunkt: Bildung.
Lernen am PC: Lücken für Senioren
Schwerpunkt: Bildung
Lernen am PC: Lücken für Senioren
20.02.2008
Senioren fehlt es an Lernangeboten
für den Umgang mit dem PC;
© iStockphoto
Lernen mit dem Computer und im Internet - für Senioren ist das noch die Ausnahme. Das liege nicht an mangelndem Interesse, sondern an fehlenden Angeboten, so das Fraunhofer ISI.
Wer von E-Learning spricht, meint meist Bildungsangebote für Berufstätige, vergisst dabei aber, dass auch ältere Menschen, die nicht mehr im Berufsleben stehen, von Weiterbildung am PC und im Internet profitieren.
Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung hat gemeinsam mit dem Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag untersucht, welche Bildungsangebote Senioren nutzen und welche Ziele sie damit verfolgen. Fest steht, dass das Thema E-Learning für die "Silver Surfer" angesichts des demographischen Wandels an Bedeutung gewinnen wird.
E-Learning habe für Senioren einige Vorteile, so Peter Georgieff, Projektleiter am Fraunhofer ISI. "Die Lerninhalte kommen zu den Lernenden und nicht umgekehrt." Außerdem könne man Lerntempo und -rhythmus gut selbst bestimmen oder virtuelle Lerngemeinschaften bilden.
Eine generelle Ablehnung der neuen Medien bei Älteren konnte Georgieff nicht feststellen. "Es gibt viele an Bildung und Technik interessierte Senioren, die mit Neugier und Begeisterung an digitale Bildungsangebote herangehen." So nutzen bereits 46 Prozent der 60- bis 69-jährigen Männer das Internet, bei den über 70-jährigen sind es 21 Prozent, wobei die Zahlen bei den Frauen deutlich niedriger sind.
Unterschiede zu den Jüngeren gibt es bei den Interessensgebieten: So interessieren sich Senioren besonders für Gesundheitsinfos, Reisetipps und Literatur.
Dem wachsenden Bedarf steht ein spärliches Angebot gegenüber - der Markt für Weiterbildung für Senioren ist noch unterentwickelt. In seiner Studie fand Peter Georgieff zwar viele Projekte mit Pilotcharakter aber nur wenige kommerzielle Angebote, die obendrein noch zu konventionell gedacht seien.
Hier sind neben Unternehmen auch die traditionellen Bildungsanbieter für Senioren wie Volkshochschulen, Kirchen und Akademien gefordert, sich mehr im Bereich E-Learning zu engagieren. Dass es auch anders geht, beweist der Blick nach Skandinavien: Dort gibt es deutlich mehr Angebote, allerdings nutzen in Skandinavien viel mehr Senioren Computer und Internet.
REHACARE.de; Quelle: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung
- Der vollständige TAB-Arbeitsbericht Nr. 115 "Zielgruppenorientiertes eLearning für Kinder und ältere Menschen" zum Herunterladen
- Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung: www.isi.fraunhofer.de
( Quelle: REHACARE.de )












