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Mit Walzer und Wassergymnastik gegen Rheuma

Schwerpunkt: Mobilität

Mit Walzer und Wassergymnastik gegen Rheuma

01.08.2006

Rheumatoide Arthritis führt zu so heftigen Schmerzen, dass Betroffene jede unnötige Bewegung vermeiden. Doch damit die Gelenke nicht steif werden, brauchen sie Bewegung. Dabei müssen die Patienten gar nicht sportliche Höchstleistungen zu vollbringen.

Tanzen als ideales Training

Wer vor Rheumaschmerzen kaum die Treppe heraufkommt, wird sich schwer mit dem Gedanken an regelmäßigen Sport anfreunden können. Doch es gibt zahlreiche sanfte Möglichkeiten für ältere und wenig geübte Menschen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern. Ideal ist Tanzen. Denn bei Walzer oder Foxtrott richtet sich die Konzentration auf die Musik, Schmerzen werden weniger wahrgenommen.

 
 
 
Tanzen wirkt positiv auf Herz und Kreislauf
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Dadurch fällt es leichter, eine aufrechte Körperhaltung einzunehmen und sich unverkrampft zu bewegen. Ganz nebenbei stärkt es die Muskulatur und wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus.

"Radfahren in der Ebene, Wassergymnastik, Rückenschwimmen, Wandern oder fernöstliche Sportarten wie Tai Chi eignen sich ebenfalls, um in Bewegung zu bleiben. Hauptsache, die Gelenke werden nicht belastet und es macht Spaß - denn nur so bleibt man auch langfristig am Ball", so Erhard Hackler, Vorstand des Bundesverbandes für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz in Bonn. Beliebt ist auch das gezielte, aber schonende Krafttraining an Geräten.

Nicht einfach drauf los

Doch vor dem Bewegungsprogramm sollten Rheumakranke mit einem Arzt sprechen. Ebenso müssen Maßnahmen des Physiotherapeuten wie Krankengymnastik, Massage, Wärme- oder Kältetherapie auf das Programm abgestimmt werden. Bei Yoga oder Tai Chi darf die fachkundige Anleitung eines Trainers nicht fehlen. Grundsätzlich sollten die Patienten auf ihren Körper hören und sich nicht überfordern.

 
 
 
Wassergymnastik verschafft auch Abkühlung
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In speziellen Sportgruppen für Rheumakranke können sich Gleichgesinnte treffen, um sich in der Gruppe besser zu motivieren. Von Sportarten, die den Körper einseitig belasten, Fehlhaltungen fördern oder ein hohes Verletzungsrisiko bergen, ist abzuraten. Sinnvoll ist regelmäßiges, am besten mehrmals wöchentliches Training. Doch bei einem akuten Rheumaschub ist Sport tabu.

Ohne Bewegung verhungert der Gelenkknorpel

Leichte und regelmäßige Leibesübungen lassen Muskeln wachsen, die das Skelett stützen. So belastet man den Knochen weniger, vermeidet eine falsche Körperhaltung und lindert damit Schmerzen. Das liegt am Gelenkknorpel, der dafür sorgt, dass die Knochen nicht aufeinander reiben. Eine so genannte Gelenkschmiere schützt den Knorpel davor, dass er abnutzt, dass er mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgt wird und dass Abbauprodukte ausgespült werden. Aber das funktioniert nur mit Bewegung: Nur dann gelangt die Gelenkschmiere aus der Gelenkinnenhaut zum Knorpel.

REHACARE.de; Quelle: Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz

- Weitere Informationen zur rheumatoiden Arthritis unter www.bgv-rheuma.de

 
 

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