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Sicher im Straßenverkehr

Schwerpunkt: Mobilität

Sicher im Straßenverkehr

01.05.2006

Wenn einer eine Reise tut, dann kommen die Kleinen in altersgerechte Kindersitze, Fahrer- und Beifahrer legen Gurte an. Denn Priorität vor dem Gesetz hat, dass alle Insassen heil an ihr Ziel gelangen. Nur bei Mitfahrern mit Handicap sind die Maßnahmen manchmal dürftig. Ein neues Kraftknotensystem soll Mitfahrern, die nicht ihren Rollstuhl verlassen können, mehr Sicherheit geben.

Das Verständnis für Insassensicherung ist in den letzten Jahren permanent gestiegen. Mit daran beteiligt waren die zahlreichen schockierenden Dummy-Tests. Diese zeigten Autofahrern, welche Auswirkungen ein Aufprall ohne richtige Sicherung haben kann. Auch die Automobilindustrie reagierte und investiert seitdem viel Zeit, um die Sicherheit in fahrbaren Untersätzen zu steigern.

 
 
 
Die Automobilindustrie reagierte mit vielen
Innovationen im Bereich der Insassensicherung
© PixelQuelle

Für Rollstuhlfahrer gilt, dass sie in den Autositz umgesetzt und mit dem normalen Dreipunktgurt angeschnallt werden. "Auf dem Fahrzeugsitz ist man am besten gesichert. Da hat man eventuell aktive Kopfstützen, Gurtstraffer, Gurtkraftbegrenzer und Airbags", erklärt Matthias Wilhelm, Referent des Gesundheits- und Mobilitätsmanagements von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW).

Doch für körperbehinderte Personen, die nicht aus dem Rollstuhl heraus können, empfiehlt die BGW das Kraftknotensystem. Alles, was dazu zu beachten ist wie die Wirkweise, technische Voraussetzungen von Rollstühlen und was der Fahrdienst leisten muss, ist in der DIN 75078 Teil 2 geregelt. Diese Norm hat nur Empfehlungscharakter und keine Rechtspflicht. Aber im Schadensfall drohen beim Gebrauch eines alten Rückhaltesystems rechtliche Konsequenzen für den Fahrdienst und den Beförderten. So könnten Versicherer die Haftung ablehnen, wenn kein Kraftknotensystem verwendet wird.

- Weitere Informationen zum Kraftknotensystem im zweiten Teil des Artikels

 
 

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