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Erster Studiengang Gebärdensprachdolmetschen
Schwerpunkt: Hörbehinderung
Erster Studiengang Gebärdensprachdolmetschen
31.07.2009
An der Hochschule Fresenius soll
bald Gebärdensprachdolmetschen
gelehrt werden; © Fresenius
Den Master-Studiengang Gebärdensprach- Dolmetschen will die Hochschule Fresenius im Wintersemester erstmals anbieten. Das berufsbegleitende Studium, das insgesamt fünf Semester dauert, führt zum Titel Master of Arts.
Nach erfolgreichem Abschluss ist es darüber hinaus möglich, im Verfahren der Einzelfallprüfung die Anerkennung zum staatlich geprüften Dolmetscher zu erwerben.
Mit dem Programm bietet die Hochschule das deutschlandweit erste berufsbegleitende Master-Studium für Gebärdensprach-Dolmetscher für Deutsche Gebärdensprache an. Dieser Studiengang ist ein nicht-konsekutives Masterprogramm, es ist also kein auf Gebärdensprache ausgerichtetes Erststudium im Vorfeld nötig.
Dieser Studiengang hat einen linguistischen Schwerpunkt, das heißt, sprachwissenschaftliche Kenntnisse im Bereich Deutsche Laut- und Deutsche Gebärdensprache werden im Laufe des Studiums erworben und vertieft.
Die Bewerbung um einen Studienplatz setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium auf Bachelor-Niveau im Umfang von 180 ECTS-Creditpoints voraus, darüber hinaus Kenntnisse der Deutschen Gebärdensprache (DGS) auf mindestens B2-Niveau (Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen laut Europarat), das heißt, es sind bereits gute Alltagskompetenzen notwendig, da einige Lehrveranstaltungen bereits in DGS abgehalten werden. Die Eignung wird durch einen individuellen Test festgestellt. Die Lehrveranstaltungen finden an Wochenenden sowie in Blockwochen statt.
Gebärdensprachdolmetscher sind tätig, um eine reibungslose Kommunikation zwischen hörenden und gehörlosen Menschen zu ermöglichen. Die Tätigkeitsfelder der künftigen Absolventinnen und Absolventen sind deshalb so vielfältig wie die Lebenssituationen: Dolmetschtätigkeiten finden statt im Bildungsbereich in Schule, Ausbildung und Studium, im Arbeitsleben bei Personalgesprächen, Einarbeitungen, Besprechungen und Betriebsversammlungen. Im Gesundheitswesen werden Dolmetscher bei Arztbesuchen gebraucht, und so weiter.
In Deutschland besteht ein großer Bedarf an qualifizierten Gebärdensprachdolmetschern. Auf rund 200.000 Gebärdensprachnutzer kommen nur etwa 450 Dolmetscher und Dolmetscherinnen.
REHACARE.de; Quelle: Hochschule Fresenius
- Mehr über die Hochschule Fresenius unter: www.hs-fresenius.de
( Quelle: REHACARE.de )












