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Miteinander Sprechen: Der Schlüssel kindlicher Bildung

Schwerpunkt: Kommunikation

Miteinander Sprechen: Der Schlüssel kindlicher Bildung

13.11.2009
Foto: Junge beim Lernen 
Kommunikation sollte bei Bildung
nicht unterschätzt werden; © SXC

Erzähl doch mal! Gespräche innerhalb der Familie wirken sich positiv auf die kindliche Entwicklung und Bildung aus.

Dr. Ursula Horsch, Professorin für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik und Sonderpädagogische Früherziehung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, und ihr Forschungsteam stellten nun neue Forschungsergebnisse zur frühkindlichen Bildungsforschung und zum CHARGE-Syndrom vor. Ein Projekt untersucht frühe dialogische Interaktionen und deren Bildungsrelevanz bei Kindern ohne Behinderung. Ein weiteres Projekt beschäftigt sich mit frühen Dialogen von Kindern mit CHARGE-Syndrom und ihren Eltern. Eltern-Kind-Interaktionen, so ein zentrales Ergebnis der Untersuchungen, fungieren als Bildungsmotor für die kindliche Entwicklung.

Die Forschung mit Kindern ohne Behinderung sei laut Horsch nötig, um herauszufinden, wo in diesen Dialogen die Stärken von Kindern mit Behinderung liegen. Schwerpunkt sind daher vergleichende Studien hinsichtlich dieser bildungsrelevanten Merkmale in den frühen dialogischen Interaktionen zwischen Eltern und Kind mit Hörschädigung. Ziel ist es, wesentliche Elemente frühkindlicher Bildungsprozesse herauszufinden und diese im Rahmen von besonderen Bildungsanlässen zu untersuchen. Für die Forscherin sind Beziehung und Dialog untrennbar miteinander verbunden. Alles müsse miteinander geteilt werden, sonst gäbe es keine Bildung. Daher betrachtet Horsch Eltern-Kind-Interaktionen als Bildungsmotor.

Ein weiteres Projekt von Professor Horsch sind frühe Dialoge von Kindern mit CHARGE-Syndrom und ihren Eltern. Die Forschung zu diesem Syndrom, das vielfältige Mehrfachbehinderungen einschließt, ist noch sehr jung: Es wurde erst 1979 entdeckt, seit 1981 ist es unter dem Namen CHARGE-Syndrom bekannt.
Seit 2006 läuft das Projekt an der Pädagogischen Hochschule mit dem Ziel, frühe dialogische Interaktionen zwischen Kindern mit CHARGE und ihren Eltern zu dokumentieren, zu analysieren und darzustellen. Ebenso wichtig ist es, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für das CHARGE- Syndrom zu entwickeln. Durch ein Hineinfühlen in die Mehrfachbehinderungen der Kinder, die insbesondere die Sinne betreffen, sollen Pädagogen in die Lage versetzt werden, deren Eltern besser beraten zu können. Daher kann auch von einer Pädagogik der Sinne gesprochen werden. Wege müssten gefunden werden, um mit den Kindern in Dialog zu treten.

REHACARE.de; Quelle: Pädagogische Hochschule Heidelberg

- Mehr über die Pädagogische Hochschule Heidelberg unter www.ph-heidelberg.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 

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