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Alleskönner Internet: Projekte für ein selbstständiges Leben zu Hause
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Alleskönner Internet: Projekte für ein selbstständiges Leben zu Hause
Von Software für Pflegeberater über Bewegungssensoren in der Wohnung bis hin zu seniorengerechten Fernsehern: Das Forschungszentrum Informatik (FZI) aus Karlsruhe präsentiert auf der REHACARE 2011 Technologien für ein unabhängiges Älterwerden in den eigenen vier Wänden. 21.09.2011
Große Tasten, einfache Bedienung.
Fernseher können multimedial
eingesetzt werden; © Messe
Düsseldorf
„Ambient Assisted Living“ (AAL) ist der Überbegriff für ein eigenständiges Leben im Alter mithilfe moderner Technologien. Diese erarbeitet das FZI und testet sie in einem „Living Lab“ - einer nachgestellten Wohnung. Einige der Projekte, die dort zum Einsatz kommen, können Messebesucher am Stand des FZI nun kennenlernen.
Mein Freund, der Fernseher
Dort können Interessierte einfach mal testen, wie seniorengerechtes Fernsehen funktionieren kann. „Alumin“ - Altersgerechte Unterhaltung, Motivation und Interaktion – ist der Name des Projekts, bei dem beispielsweise E-Mail-Programme und das Internet über den Fernseher zu erreichen sind. Besonders bedienerfreundlich ist dabei die Fernbedienung mit großen Tasten. „Der Nutzer kann sich die letzten Urlaubsfotos ansehen, die E-Mails checken oder einfach fernsehen. Und die Navigation des Menüs im Programm über Zahlen macht es gerade für Senioren einfacher, sich zurechtzufinden“, so Sebastian Chiriac, wissenschaftlicher Mitarbeiter am FZI.
Sicher sein mit Sensoren
In einer Pilotstudie mit 100 Testhaushalten erforscht das FZI mit ‚OptimAAL‘ derzeit, wie Assistenztechnologien helfen können, und wie man sie optimieren kann. „Das System soll Menschen unterstützen, die alleinstehend leben und noch zu großen Teilen selbstständig sind. Oft wünschen sich diese Menschen ein Gefühl von Sicherheit“, erklärt Chiriac. Sensoren, die in der Wohnung angebracht sind, können dabei helfen, indem sie die alltäglichen Aktivitäten der Personen messen und bei Unregelmäßigkeiten Alarm schlagen. „Über das Internet sind die Sensoren mit einer Forschungsdatenbank verbunden, die die Daten sammelt“, so der Forscher.
Netzwerk für pflegende Angehörige
„Pflegende Angehörige können sich seit diesem Jahr im Internetportal "easyCare" rund um das Thema Pflege informieren, sich mit Gleichgesinnten in einem Forum austauschen und Experten um Rat fragen“, erklärt Chiriac und ergänzt: „Gefördert wird das Service-Netzwerk vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.“
Besser beraten
Auf Berater im Bereich Pflege ist die Software „CareCM“ ausgerichtet. Ab Anfang Oktober soll sie ihnen ermöglichen, über das Internet zusammenzuarbeiten, Informationen zu bündeln und in einer angeschlossenen Datenbank zu sammeln. „So kann sie besonders effektiv helfen, individuelle Informationen für pflegende Angehörige bereitzustellen. Das können Tipps zu Sozialgesetzbüchern sein, Listen von Leistungserbringern aus dem Pflegebereich oder ganz konkret Hilfe bei der Planung der Pflege im Alltag“, beschreibt Mathias Schmon vom FZI.
Weitere aktuelle Projektergebnisse stellt das FZI auf der REHACARE 2011 vom 21. bis 24. September 2011 in Halle 3, Stand H60 aus.
Natascha Mörs
REHACARE.de












