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Einfach umwerfend: Applaus für kleine Judokas

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Einfach umwerfend: Applaus für kleine Judokas

Staunende Gesichter konnte man unter den Zuschauern des Sportcenters in Halle 9 sehen, denn dort warfen sich Kinder gegenseitig auf die rote Matte - natürlich ganz fair unter den Regeln des Judosports.21.09.2011

Foto: Junge Judokas beim Kampf 
Beim Bodenkampf können auch
unsichere Kinder dabei sein;
© Messe Düsseldorf

35 Schüler der Waldschule Hünxe mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung waren mit Lehrerin Gabi Gramsch angereist, um auf der REHACARE ihr Können in der Sportart zu präsentieren.

Zu Beginn zeigten sie einige spielerische Übungen, wie dem Gegner einen Ball zu entwenden oder alle anderen von der Matte zu werfen, um der "Mattenkönig" zu werden. Gabi Gramsch, die selbst seit ihrer Kindheit Judosportlerin ist, erklärt: "Solche Spiele nehmen gerade am Anfang bei den jüngeren Kindern viel Platz ein. Denn die Freude am gemeinsamen Sport steht immer im Vordergrund. Und nebenbei verbessern sich die motorischen Leistungen, wie das Greifen, der Kinder. Darin sind sie sonst häufig nicht so stark."

 
 
Foto: Mädchen und Junge kämpfen auf der Matte 
Normalerweise kämpfen Jungen und Mädchen getrennt - zur Vorführung auf der REHACARE gibt's die Ausnahme; © Messe Düsseldorf

Auch wenn der Sport auf den ersten Blick etwas grob erscheint, herrschen dort klare Regeln und der Vorsatz, behutsam zu sein und auch im Wettkampf freundlich miteinander umzugehen. "Beim sogenannten G-Judo - dem Gehandicapten Judo, das es auf der ganzen Welt gibt, verzichten wir allerdings auf bestimmte Würge- und Hebeltechniken des herkömmlichen Judos", erklärt die Lehrerin. "Einige unserer Schüler wissen nicht, wie stark sie sind, und würden anderen Kindern vielleicht wehtun, deshalb kommen diese Handgriffe bei uns nicht vor."

Von der Begrüßung bis hin zum Abschiedsgruß zeigten die kleinen Sportler Szenen aus einer Trainingsstunde. Unter anderem auch, wie man lernt, den Gegner auf die Matte zu werfen - dass das sogar mit einer viel größeren Person funktioniert, erfuhr der Moderator der Sportbühne am eigenen Leib - ihn durften die jungen Judokas zur Belustigung der Zuschauer als Versuchspersonen einsetzen - mit Erfolg.

 
 
Foto: Mädchen wirft andere Kinder auf die Matte 
Der Reihe nach wirft die Kleinste die Größeren um - mit einer Menge Spaß; © Messe Düsseldorf

Das Training an der Schule leitet Gabi Gramsch zusammen mit dem Kader-Trainer Frank Schuhknecht. Mit den Kindern nehmen sie an Wettkämpfen auch im Ausland teil, wie kürzlich in den Niederlanden. "Zwar lautet unser Motto 'Dabei sein ist alles', aber für die Kinder ist es ein tolles Erlebnis, eine so populäre Sportart zu betreiben. Auch ihre Eltern sind froh darüber - Angst haben sie keine um die Kinder. Manche von ihnen trainieren sogar mit uns", berichtet Gramsch und freut sich darüber. "Wir passen die Sportart den Fähigkeiten der Kinder an. Dadurch kann fast jedes Kind mitmachen, egal welche Art der Behinderung es hat."

Am Donnerstag, 22. September, gibt es auf der Sportbühne des Behindertensportverbandes NRW (BSNW) in Halle 9 ab 10.00 Uhr das "Judoturnier der Förderschulen" mit den älteren Schülern.

Natascha Mörs
REHACARE.de

 
 

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