Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: REHACARE-Portal. REHACARE Magazin. Archiv. Bewegung.

Sport hilft Demenzkranken

Sport hilft Demenzkranken

Foto: Zwei Senioren beim Nordic Walking 

Regelmäßiges Training macht Demenz-Patienten kräftiger. Gehen, Treppensteigen und andere Leistungen fallen ihnen leichter. Die Betroffenen haben weniger Angst zu stürzen und leiden seltener unter Depressionen. Außerdem verbessert gezieltes Training auch die geistigen Funktionen. Daher fordert die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) jetzt die Einführung von Demenzsportgruppen.

„Sport tut alten Menschen gut. Das wissen wir schon lange. Aber jetzt hat sich gezeigt: Auch Patienten mit Demenz können an einem ambulanten Trainingsprogramm teilnehmen und davon profitieren“, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG), Werner Hofmann. In der Krankenhausbehandlung nutze die Geriatrie die Prinzipien der Frührehabilitation und Bewegungstherapie nach akuter Erkrankung und Operationen schon länger. Dazu existierten im Augenblick 15 Spezialstationen, in denen spezielle, für Demenzkranke geeignete Behandlungsprogramme zum Einsatz kommen.

Derzeit leben bereits 1,1 Millionen Menschen mit Demenzen in Deutschland. Bei gleichen Behandlungs- und Vorbeugemöglichkeiten wird sich diese Zahl innerhalb der kommenden 30 Jahre verdoppeln.

„Die motorischen Fähigkeiten von dementen Patienten verbessern sich durch das Training ähnlich wie die nicht dementer Teilnehmer“, sagt Klaus Hauer vom Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg. In einer der weltweit größten Untersuchungen zum Thema erforschten Hauer und sein Team, was ein speziell auf demente Patienten zugeschnittenes Trainingskonzept den Betroffenen bringt. Die Ergebnisse zeigten, dass Demenzpatienten, die regelmäßig gezielt trainieren, mehr Kraft haben. Motorische Schlüsselqualifikationen wie Gehen und Aufstehen fallen ihnen leichter.

Ein wichtiges Ergebnis für die Patienten war, dass sie sich wieder als jemand erlebten, der selbst etwas bewirken kann. „Ein solches Erfolgserlebnis, welches auf das eigene Handeln zurückgeführt werden kann, auch ‚Selbstwirksamkeit’ genannt, ist im Alter sehr rar, ganz besonders bei Dementen“, sagte Hauer. Die Patienten litten durch das Training seltener unter Depressionen, sie kamen im Alltag besser zurecht und die Gefahr zu stürzen war bei ihnen geringer. Diese Erfolge hielten auch in der Nachbeobachtungsphase an. „Die Studienergebnisse zeigen, dass gezieltes körperliches Training für diese Patientengruppe sinnvoll und wichtig ist“, so Hauers Fazit.

REHACARE.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG)

- Mehr über die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) unter: www.dggeriatrie.de

 
 

( Quelle: REHACARE.de )

 
 

Mehr Informationen

 
© Messe Düsseldorf gedruckt von www.REHACARE.de