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„Alles Einstellungssache!“

„Alles Einstellungssache!“

„Das Klima in unserer gesamten Gesellschaft sollte sich ändern. Wir müssen alle mehr für die Integration von Menschen mit Behinderungen tun, nicht nur die Arbeitgeber,“ forderte Bundessozialministerin Ulla Schmidt in der Podiumsdiskussion „Alles Einstellungssache!“ im Ludwig Erhard Haus in Berlin. Die Ministerin betonte: „Wir können über den Abbau mögli-cher Einstellungshindernisse sprechen.“ Die Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäfti-gungssituation schwerbehinderter Menschen sowie die Sicherung bestehender Arbeitsver-hältnisse ginge aber nicht ohne das Zusammenwirken aller, die Verantwortung für die Teil-habe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben tragen.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) hatten in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin, zur Diskussion über Prämissen und Möglichkeiten der nachhaltigen Förderung zur Einstellung schwerbehinderter Arbeitnehmer eingeladen. Christoph Kannengießer, Ge-schäftsführer der BDA, bot eine neue Allianz zur Förderung von Menschen mit Schwerbe-hinderungen an: Fünf Jahre lang solle die Politik sich bereit erklären, Einstellungshindernisse wie Zusatzurlaub für Schwerbehinderte und Bürokratie abzubauen. Die Beschäftigungspflichtquote solle dauerhaft auf fünf Prozent festgeschrieben werden. Dies sei laut Kannengießer unabdingbar zur Beschäftigungsförderung: „Arbeitsplätze lassen sich nicht gegen den Markt schaffen. Mehr Beschäftigung gibt es nur, wenn es sich für den Markt rechnet.“

Für ein Umdenken in Richtung Prävention trat Dr. Joachim Breuer, Hauptgeschäftsführer der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG), ein. Er verlangte außerdem: „Wir müssen vor allem auf geistige Barrierefreiheit achten.“ Mittels persönlicher Betreuung von Menschen mit Schwerbehinderungen durch Berufshelfer leisteten die Berufsgenossenschaften (BGen) eine umfassende, fallbezogene Wiedereingliederung schwerbehinderter Menschen in den Berufsprozess. Eine Hauptaufgabe der gewerblichen Berufsgenossenschaften ist die berufliche und soziale Rehabilitation von Arbeitsunfallverletzten. Theodor Zühlsdorf, Präsident des Deutschen Behindertensport-Verbandes, betonte die Bedeutung des Rehabilitationssports zur Herstellung der Arbeitsfähigkeit für Menschen mit Behinderungen.

- Deutscher Behindertensport-Verband
- Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung

 
 
 

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