Hauptinhalt dieser Seite

Sprungmarken zu den verschiedenen Informationsbereichen der Seite:

Sie befinden sich hier: REHACARE-Portal. REHACARE Magazin. Archiv. Selbstbestimmt Leben.

Sozialministerin Birgit Fischer: Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen ein Erfolg

Sozialministerin Birgit Fischer: Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderungen ein Erfolg

"Wir haben in NRW das Behindertengleichstellungsgesetz auf die Zielgerade gebracht. Und in vielen Veranstaltungen unter dem Jahresmotto 'Nichts über uns ohne uns' haben sich Menschen mit Behinderungen als aktive und selbstbestimmte Bürgerinnen und Bürger beteiligt und ihre Anliegen vertreten." Das sagte NRW-Sozialministerin Birgit Fischer anlässlich des "Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen" am heutigen 3. Dezember.

"Unser Gesetz ist ein wichtiger Schritt zur Beseitigung von Benachteiligung und Barrieren für behinderte Menschen. Kernstück ist die Verpflichtung der öffentlichen Hand zur Beseitigung von Barrieren in ihrem Verantwortungsbereich", so die Ministerin weiter.

Sozialministerin Birgit Fischer: "Das Gesetz setzt zunächst die rechtlichen Rahmenbedingungen. Zur Umsetzung bedarf es der Initiative von Betroffenen, Verbänden und unabhängigen Akteuren. Die vorhandenen Aktivitäten gilt es zu koordinieren, Verfahren für die Praxis zu entwickeln und Erkenntnisse aus der Praxiserfahrung für weitere Entwicklungsarbeiten zu nutzen."

Das Behindertengleichstellungsgesetz NRW (BGG NRW) soll noch im Dezember durch den Landtag verabschiedet werden und dann am 1.1.2004 in Kraft treten.

Das Europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen – so die Ministerin weiter – sei aber auch deshalb erfolgreich gewesen, weil damit eine große Bandbreite an Themen in der Behindertenpolitik angestoßen wurde, die auch weiter auf der Tagesordnung stünden. So solle beispielsweise das "Persönliche Budget" künftig einen großen Schritt zu mehr Selbstbestimmung ermöglichen. Dabei würden nicht Sachleistungen von einer Bürokratie zugeteilt, sondern den Behinderten ein finanzielles Budget zur Deckung ihrer durch die Behinderung bedingten Bedürfnisse zur Verfügung gestellt.

Nach Gesprächen und Workshops mit behinderten Menschen, Verbänden, Experten und Betroffenen werden zur Zeit mit den Rehabilitationsträgern Modelle für das "Persönliche Budget" entwickelt. "Ich möchte die Anschubkraft des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderungen nutzen, um das Persönliche Budget voranzubringen", sagte Sozialministerin Fischer.

In Nordrhein-Westfalen leben etwa 2,5 Millionen behinderte Menschen, etwa 1,7 Millionen von ihnen sind als schwerbehindert anerkannt. Rund 70.500 Menschen in NRW sind entweder blind oder sehbehindert, 59.400 Menschen gehörlos oder hörbehindert.

- Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen

 
 
 

Mehr Informationen

 
© Messe Düsseldorf gedruckt von www.REHACARE.de