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Lieber zu Hause alt werden





Stuttgart (kobinet) Deutschlands Senioren wollen ihren Lebensabend möglichst nicht in einem Altenheim, einem speziellen Wohngebiet oder in Seniorenstädten, sondern am liebsten zu Hause verbringen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader's Digest Deutschland. Demnach gaben 54 Prozent der Befragten an, sie wollten in den eigenen vier Wänden alt werden. Erst mit weitem Abstand kommt das betreute Wohnen (16 Prozent), gefolgt von dem Wunsch, unter einem Dach mit den eigenen Kindern zu leben (15 Prozent). Das Magazin berichtet in seiner März-Ausgabe über die Ergebnisse der Studie und gibt zugleich Tipps, wie man für das Leben im Alter am besten vorsorgen kann.



«Es ist naiv zu glauben, die Kinder würden schon alles richtig machen, wenn man selbst nicht mehr dazu in der Lage ist», sagt Riccarda Hedderich, Rechtsexpertin beim Sozialverband VdK in Dortmund. Um zu vermeiden, dass ein Vormundschaftsgericht einen Betreuer für die Eltern bestellt, sollte deshalb rechtzeitig eine Vertrauensperson mit einer General- und Vorsorgevollmacht ausgestattet werden. Dies können die Kinder oder auch gute Freunde sein. Mit solchen notariell beglaubigten und beurkundeten Papieren ist gewährleistet, dass beim Eintreten des Pflegefalls kein Fremder über das weitere Schicksal von Vater oder Mutter bestimmt. Ohnehin raten die Experten: Im Ernstfall sollten die Pflichten auf mehreren Schultern verteilt werden. Ein wichtiger Grundsatz: An der Pflege eines Angehörigen darf eine Familie nicht zerbrechen.



Zwar wirbt Susanne Zank, Psychologin von der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie in Berlin, für das Altwerden zu Hause, weil sich die familiäre Umgebung positiv auf den Lebensmut der Senioren auswirke. Nicht immer ist die Betreuung zu Hause aber der richtige Weg. «Wenn Kinder die Elternrolle übernehmen, sind Konflikte programmiert», warnt die Wiener Psychotherapeutin Edith Albrecht. Vor der Pflege der Eltern in den eigenen vier Wänden seien deshalb wichtige Fragen zu klären: Ist genug Platz vorhanden, wer hat ausreichend Zeit, wer hilft bei Krankheit oder Urlaub, was fallen für Kosten an? Eine wichtige Stütze im Alltag können ambulante Hilfsdienste sein.



Sobald aber eine Pflege rund um die Uhr nötig wird, empfehlen die Experten einen Platz im Pflegeheim. Aber auch hier gilt: Wenn möglich, rechtzeitig Vorsorge treffen. Dazu gehört eine Liste mit den Wünschen zum Beispiel zu Lage, Erreichbarkeit, Ausstattung und Zimmergröße. So lässt sich bei der Suche des Heims prüfen, ob die teuersten auch wirklich die besten Häuser sind. sch

 




 
 
 

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