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Disability studies in Prag







Prag/Berlin (kobinet) Der Berliner Dr. Ilja Seifert erhält den Lehrauftrag für ein Block-Seminar an der Karls-Universität in Prag.



Nach dem Erfolg der Seminarreihe «Behinderungen im Alltag», die er gemeinsam mit Christian Schröder im vergangenen Herbst-/Wintersemester an der Berliner Humboldt-Universität veranstaltete, erhielt Ilja Seifert jetzt einen ersten Lehrauftrag der traditionsreichen Karls-Universität in Prag.



Gemeinsam mit Ing. Jana Hrdá aus Prag redet er am ersten Mai-Wochenende in einem Block-Seminar über das Thema «Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft». Jana Hrdá ist Koordinatorin der persönlichen Assistenz in Prag und eine der führenden Köpfe der tschechischen Behindertenbewegung. Auch in Deutschland ist sie keine Unbekannte. Sie nahm mehrmals als Referentin an Seminaren des Internationalen Haus Sonnenberg teil.



«Dass die erste Berufung an die Humanistische Fakultät der Karls-Universität mit dem Tag des EU-Beitritts der Tschechischen Republik zusammen fällt, ist Zufall», meint Ilja Seifert. Er sieht darin jedoch auch ein Symbol: «Beide Seiten können, ja sie müssen voneinander lernen». So sei es besonders erfreulich, dass mehr als ein Dutzend Studentinnen und Studenten des Bereichs Rehabilitationswissenschaften der Humboldt-Universität beabsichtigen, ihren Dozenten nach Prag zu begleiten, um so an diesem Erfahrungsaustausch von Anfang an teilzuhaben.



Inhaltlich sei das Wochenende als breite Überblickveranstaltung angelegt, der vertiefende Einzeluntersuchungen folgen sollen. Es beginne mit einer Vorstellung der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung und der Verständigung über den Diskriminierungsbegriff. In der Folge würden konkrete Lebenssituationen und Schwierigkeiten behinderter Menschen in tschechischen Städten und Dörfern erörtert und auf ihre Veränderbarkeit hin untersucht. Dabei stehe immer auch die Frage nach den Akteuren: Was und wie? im Vordergrund. elba

 






 
 
 
 
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