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Vier Fachverbände der Behindertenhilfe fordern: Teilhabe für alle!


Berlin (kobinet) Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung sind in besonderer Weise auf die Solidarität ihrer Mitbürger angewiesen, darauf machten heute auf einer gemeinsamen Tagung im Jüdischen Museum Berlin die Bundesvereinigung Lebenshilfe, der Bundesverband Evangelische Behindertenhilfe, die Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie und der Verband für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie aufmerksam. In einer Resolution fordern die vier Fachverbände Verantwortliche aus Politik und Freier Wohlfahrtspflege dazu auf, Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Teilhabe dieser Personengruppe am Leben in der Gemeinschaft zu schaffen.



«Für schwer und mehrfach behinderte Menschen steht heute auf Grund von Einsparungen weniger Betreuungszeit zur Verfügung», erläuterte der erste Vorsitzende des Bundesverbands Evangelische Behindertenhilfe Klaus-Dieter Kottnik die Lage der Betroffenen. Diese Menschen, die rund um die Uhr auf Unterstützung angewiesen seien, könnten nun an betreuungsintensiven Freizeitaktivitäten und gesellschaftlichen Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen. Darin sieht Kottnik das gesetzlich verbürgte Recht der Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für diesen Personenkreis ausgehöhlt.



Ziel der Fachtagung zum Thema «Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung in unserer Gesellschaft» ist es, die Situation dieser in der öffentlichen Diskussion wenig berücksichtigten Personengruppe nach außen zu tragen sowie Politik und Gesellschaft dafür zu sensibilisieren, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Verbände richteten ihre Forderung nach einem persönlichen Budget mit intensiver Budgetassistenz für diesen Personenkreis besonders an geladene Politiker wie Staatssekretärin Christa Riemann-Hanewinkel (SPD), Staatssekretär Franz Thönnes (SPD) und den Behindertenbeauftragten der Bundesregierung Karl Hermann Haack (SPD). «Die Kosten der Eingliederungshilfe - besonders für alte Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung - müssen zukünftig gemeinsam mit dem Bund finanziert werden», forderte Robert Antretter, Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe. hjr


 
 
 

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