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Kinder psychisch erkrankter Eltern unterstützen







Berlin (kobinet) In einem Berliner Modellprojekt werden Patenschaften für Kinder und Jugendliche psychisch erkrankter Eltern gesucht. Initiiert wurde das Projekt von Katja Beeck, selbst Tochter einer psychotischen Mutter und Autorin von Broschüren, die über diese Problematik informieren. Auf ihrer Webseite www.netz-und-boden.de Kontaktadressen in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht, wo Kinder und Jugendliche Ansprechpartner finden können.



In Berlin ist es der Verein «Ambulante Sozialpädagogik Charlottenburg» (AMSOC), der das Patenschaftsprojekt am 1. März 2005 begonnen hat und nun Paten sucht, die erkrankte Eltern nicht ersetzen, sondern unterstützen und entlasten sollen. Wichtig ist dabei, dass der Pate oder die Patin regelmäßig, in guten und in schlechten Zeiten, als Ansprechpartner für das Kind oder die Kinder da sind. Optimal wäre es, wenn das belastete und selbst gefährdete Kind in akuten Krisenzeiten bei der Patenfamilie wohnen könnte.



«Immer wieder sprechen mich Klinikleiter, Psychiatriepfleger oder Sozialarbeiter auf Fachtagungen an und sagen mir hinter vorgehaltener Hand, dass sie ebenfalls Töchter oder Söhne psychisch erkrankter Eltern sind», schreibt Katja Beeck auf ihrer Webseite. Doch viele schweigen aus Angst, von Menschen aus den eigenen Reihen als «befangen», «inkompetent» oder «gestört» angesehen zu werden. Allein in Berlin gehen Schätzungen von 20.000 betroffenen Kindern aus. sch



 






© Katja Beeck
 
 
 

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