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Grüne für uneingeschränktes Recht auf Elternschaft







Berlin (kobinet) Bündnis 90/Die Grünen treten für ein uneingeschränktes Recht auf Elternschaft und dafür ein, dass die besonderen Bedürfnisse behinderter Eltern außerhalb des Arbeitslebens besonders berücksichtigt werden. Das hat die Partei auf die Wahlprüfsteine des Weibernetz geantwortet. Dieses hatte die Parteien danach gefragt, was diese tun werden, um Müttern (und Vätern) mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe bei der Wahrnehmung ihrer Betreuungs- und Erziehungsaufgaben zu ermöglichen.



«Bündnis 90/Die Grünen haben in ihrem Programm zur (voraussichtlichen) Bundestagswahl 2005 deutlich gemacht, dass 'die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Beeinträchtigungen am Leben in der Gemeinschaft, ihr Recht auf Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen und der Zugang zum Arbeitsmarkt (...) Ziele unserer Politik' sind. Dazu gehört für uns auch, dass Menschen mit Behinderungen ihr Recht auf Elternschaft uneingeschränkt wahrnehmen können. Daher treten wir dafür ein, dass die besonderen Bedürfnisse behinderter Eltern außerhalb des Arbeitslebens besonders berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören ganz konkret Maßnahmen wie z.B. die Kfz-Förderung; ausreichende Hilfen zur Verständigung für gehörlose Eltern bei Elternsprechtagen; und die Finanzierung barrierefreier Möbel und Hilfsmittel», heißt es in der Antwort der Grünen.



Die Bundestagsfraktion der Grünen habe bereits im Mai 2005 zusammen mit der SPD-Fraktion einen Antrag im Deutschen Bundestag (Die Erfolge in der Politik für behinderte Menschen nutzen - Teilhabe und Selbstbestimmung weiter stärken) verabschiedet, mit dem die Bundesregierung zur Weiterentwicklung des SGB IX in einigen zentralen Bereichen aufgefordert wird.



«Mit diesem Antrag haben wir deutlich gemacht, dass die umfassende Berücksichtigung der Wünsche der behinderten Menschen und deren persönliche Lebenssituation kein Störfaktor im Leistungsgeschehen ist, sondern die individuelle und personenzentrierte Leistungserbringung erst möglich macht. Ebenso wie nicht behinderte haben behinderte Menschen in steigendem Maße individuell verschiedene Lebensziele, -interessen und -möglichkeiten. So gründen heute behinderte Menschen eher als bisher Familien mit Kindern. Die Rehabilitationsträger müssen bei der Entscheidung und bei der Ausführung von Leistungen zur Teilhabe und anderen Sozialleistungen den unterschiedlichen Lebenssituationen behinderter und von Behinderung bedrohter Menschen Rechnung tragen und die mit dem SGB IX gestärkten Wunsch- und Wahlrechte umsetzen», so die Antwort der Grünen auf die Wahlprüfsteine des Weibernetz.



Seit 1. August macht ein Bündnis von Behindertenorganisationen mit einer Kampagne unter dem Motto «Recht auf Elternassistenz» auf die Benachteiligungen behinderter Eltern aufmerksam und wirbt für entsprechende Assistenzleistungen. omp
 






 
 

( Quelle: kobinet-Nachrichten )

 
 

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