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Lieber Daheim als im Heim







Hamburg (kobinet) Zum Abschluss der ersten Phase der Kampagne "Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder" zog das Forum selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V) in Hamburg eine positive Bilanz der von der Aktion Mensch geförderten Aufklärungskampagne. Mit über 60 Veranstaltungen in einem Jahr hätten behinderte Menschen deutlich gemacht, dass sie genauso wie alle anderen auch, lieber Daheim als im Heim leben wollen.



"Die Kampagne, die mit einer internationalen Veranstaltung über Möglichkeiten des Lebens behinderter Menschen in der Gemeinde und einer Aktion zum Berlin-Marathon im September 2004 begonnen hatte, hat sehr schnell an Fahrt gewonnen. Der Slogan unserer Kampagne ‚Marsch aus den Institutionen - Reißt die Mauern nieder' hat dabei nicht nur viele Diskussionen ausgelöst, sondern in den letzten Monaten auch konkrete Veränderungen gebracht. Das Umsteuern von der stationären Unterbringung behinderter Menschen zur Schaffung von ambulanten Angeboten in Hamburg, die Einführung des Persönlichen Budgets auf Bundesebene, eine Zielvereinbarung zur Stärkung der ambulanten Wohn- und Unterstützungsstrukturen in Rheinland-Pfalz, sowie eine Umorientierung zum Betreuten Wohnen in Hessen, sind Schritte in die richtige Richtung", erklärte die ForseA-Vorsitzende Elke Bartz. In über 60 Veranstaltungen hat ein breites Bündnis von Behindertenorganisationen und Einzelpersonen im letzten Jahr dafür geworben, der Aussonderung behinderter Menschen in Sondereinrichtungen entgegenzuwirken und ambulante Alternativen für ein Leben in der Gemeinde mit den hierfür nötigen Unterstützungen für behinderte Menschen zu schaffen. Die Tatsache, dass in Deutschland immer noch über 160.000 behinderte Menschen in sogenannten "Heimen" meist ohne echte Alternativen leben müssen und diese Zahl entgegen dem internationalen Trend sogar noch stetig ansteigt, war ein Auslöser für die Durchführung der Kampagne.



"Während die erste Phase der Kampagne mit einer Veranstaltung mit dem Verein Leben mit Behinderung in Hamburg offiziell zu Ende geht, ist uns klar, dass die Arbeit jetzt erst richtig beginnt. Wir haben im letzten Jahr für Veränderungen geworben und unsere Forderungen für ein Leben in der Gemeinde statt in Sondereinrichtungen auf der grünen Wiese gestellt. Nun kommt die harte Arbeit für die Umsetzung dieser Ziele. Dabei werden wir all diejenigen in der Behindertenarbeit und -politik unterstützen, die neue Wege gehen wollen und all denjenigen auf die Füße treten, die weiterhin auf die Aussonderung behinderter Menschen setzen," erklärte Elke Bartz. hjr
 






 
 

( Quelle: kobinet-Nachrichten )

 
 

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