Mit Behinderung erfolgreich in Ausbildung und Beruf

12.07.2017

Mit dem "VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung" möchte der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr zum sechsten Mal herausragende Beispiele für die Teilhabe am Arbeitsleben würdigen. Im Rahmen der Auszeichnung, die den Beinamen "vilmA - vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt" trägt, stehen Preisgelder von jeweils 1.500 Euro für bis zu acht Kandidatinnen und Kandidaten bereit. Bewerbungen können bis zum 30. September eingereicht werden.

Foto: die Preisträger aus dem Vorjahr; Copyright: www.eventfotograf.in

Die vilmA-Preisträger vom vergangenen Jahr (v.l.): Lena Apelmeier, Judith Liesegang, Dzenan Dzafic, Jörn Fabian Sbrzesny, Sascha Keuter, Angela Franke, Thomas Olejniczak und Daniel Hoß; © www.eventfotograf.in

"Mit Behinderung erfolgreich im Job - das ist für viele Betroffene eine Selbstverständlichkeit", macht der Vorsitzende des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, Horst Vöge, zum Start der Ausschreibung deutlich. "Nichtsdestotrotz haben sie immer noch deutlich schlechtere Chancen als Menschen ohne Behinderung, den Beruf ihrer Wahl zu ergreifen oder einen Ausbildungsplatz zu erhalten, der den eigenen Neigungen und Begabungen entspricht."

Denn während Bewerberinnen und Bewerber auf dem Arbeitsmarkt in der Regel nach ihren Fähigkeiten, ihren erbrachten Leistungen und ihrer Ausstrahlung beurteilt werden, stoßen Menschen mit Behinderung nach wie vor häufig auf Vorbehalte. "Sie haben demnach einen Wettbewerbsnachteil, dessen Ursache in den meisten Fällen fehlende Informationen sind - hinsichtlich der beruflichen Leistungsfähigkeit von Menschen mit Behinderung wie auch der vielfältigen Formen der Förderung und Unterstützung, die bei Bedarf möglich sind", so Vöge.

Aus diesem Grunde hat der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen 2008 den "VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung - vilmA (vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt)" ins Leben gerufen. Die Schirmherrschaft übernimmt in diesem Jahr erstmals Schauspieler Samuel Koch, der selbst querschnittsgelähmt ist. Die Auszeichnung wird überdies von neun weiteren Organisationen und Institutionen unterstützt.

Preisträgerinnen und Preisträger können behinderte Auszubildende, Studierende, Beschäftigte und Selbstständige aus allen Fachrichtungen, Branchen und Tätigkeitsebenen ebenso wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Werkstätten für Menschen mit Behinderung sein. Bei der Auswahl sind sowohl objektive Kriterien wie Prüfungs- und Arbeitsergebnisse als auch soziale Kompetenzen wie besonderer Einsatz, Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und Motivation von Bedeutung. Außerdem ist es für die Beurteilung der Persönlichkeit wichtig zu erfahren, ob sich die vorgeschlagene Person neben der beruflichen Tätigkeit ehrenamtlich engagiert und wie sich die Behinderung gegebenenfalls im Arbeitsalltag auswirkt.

Beispiele für Tätigkeitsfelder, Fähigkeiten und Talente möglicher Bewerber:
Eine sehbehinderte Auszubildende, die in einem großen Produktionsbetrieb erfolgreich verschiedene Stationen durchläuft oder überdurchschnittliche Beurteilungen erhält.

Ein Maschinenbediener, der trotz regelmäßiger Dialysetermine selten ausfällt und konstant gute Arbeitsergebnisse erzielt.

Eine kaufmännische Angestellte mit schwerer Schmerzsymptomatik, die für ihre Tätigkeit als Gruppenleiterin überdurchschnittliche Beurteilungen erhält – trotz behinderungsbedingter Ausfallzeiten.

Eine querschnittsgelähmte Studentin, die Bestleistungen erzielt, ihr Studium trotz Auslandsaufenthalt in angemessener Zeit durchführt oder in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv ist.

Ein Mitarbeiter einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, der besonderen Einsatz und eine überdurchschnittliche Entwicklung bei der Bewältigung seiner Aufgaben zeigt oder sich sehr stark für andere Werkstattmitarbeiter einsetzt.

Kandidaten für den "VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung – vilmA (vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt)" können von Arbeitgebern, Institutionen, betrieblichen Interessenvertretungen und Einzelpersonen - beispielsweise Pfarrer oder Sporttrainer - vorgeschlagen werden. Vorschläge durch Familienangehörige oder Freunde sind ebenso ausgeschlossen wie Eigenbewerbungen. Die Preisverleihung findet am 1. Dezember 2017 statt.

REHACARE.de; Quelle: Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen

Mehr über den VdK Nordrhein-Westfalen unter: www.vdk.de