Foto: Ministerin Barbara Steffens bei der Eröffnung des REHACARE-Kongresses

Foto: Ministerin Barbara Steffens bei der Eröffnung des REHACARE-Kongresses

REHACARE-Kongress "Wir fürs Quartier"

Interdisziplinäre Informations- und Austauschplattform für Kommunen, Wohnwirtschaft, Sozialdienstleister und organisierter Bürgerschaft zum Thema Quartiersentwicklung

"Wir fürs Quartier" geht über Einzelthemen wie barrierefreie Baumaßnahmen, alternative Wohnformen, Verbesserungen in der Pflege, etc. hinaus. Planung, Gestaltung, Aufbau und Umsetzung ganzheitlicher Maßnahmen zu nachhaltiger Quartiersentwicklung erfordert die Kooperation vieler Beteiligter – eine große Herausforderung, bei der "Wir fürs Quartier" den Austausch und die Vernetzung untereinander und mit "den anderen" anstrebt.

Der Kongress ermöglicht es Akteuren und Beteiligten der Quartiersentwicklung,
  • sich über neue Entwicklungen und Vernetzungsstrukturen zu informieren,
  • sich mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen der Quartiersarbeit auszutauschen,
  • sich von guten Beispielen aus der täglichen Arbeit inspirieren zu lassen.
Logo REHACARE-Kongress

Termin: 
06. Oktober 2017

Ort: 
Congress Center Düsseldorf CCD Süd

Der Kongress ist anmeldepflichtig und erfordert ein gesondertes Ticket (inklusive Messebesuch).

eTickets:
1-Tageskarte: 45 EURO

1-Tageskarte, ermäßigt: 25 EUR

Online registrieren und eTicket kaufen!
Foto: Ministerin Barbara Steffens eröffnete den Kongress 2014

Neues Schwerpunkt-Thema:
Nachhaltigkeit und Finanzierung

In diesem Jahr wird beim Kongress das Thema „Tragfähige Geschäftsmodelle fürs Quartier“ in den Fokus gerückt.

Es gibt mittlerweile vielfältige Projekte und Initiativen zur Quartiersentwicklung. Um diesen Ansatz jedoch langfristig in die Fläche zu bringen, bedarf es tragfähiger (Geschäfts-)Modelle, die nachhaltig umsetzbar und finanzierbar sind. Ideen hierzu werden in der Praxis bereits entwickelt, wie z. B.:

Tragfähige Entwicklungsmodelle für Quartiersprojekte

  • Sozialraumorientierte Wohn-und Versorgungsmodelle
  • Nutzung von digitalen Plattformen und technischen Möglichkeiten
  • Beratungs- und Qualifizierungsmodellen in diesem Bereich

Nachhaltige Finanzierungmodelle für Quartiersprojekte

  • Investmentfonds für Sozialimmobilien im Quartier
  • Genossenschaftsmodelle
  • Bürgerstiftungsmodelle zur Finanzierung des Quartiersmanagements
  • Crowdfunding / Schwarmfinanzierungsformen / Fundraising
Der Kongress stellt u. a. bestehende und zukünftige Geschäftsmodelle von unterschiedlichen Akteuren aus der Sozial-/ Gesundheitswirtschaft, der Immobilien-/ Wohnungswirtschaft, dem Finanzsektor, der Kommunen sowie der Zivilgesellschaft als gute Modelle der Praxis vor und soll Interessierte hierzu in einen Erfahrungsaustausch bringen.

Was erwartet Sie?

Erfahrene Akteure aus verschiedenen Bereichen der Quartiersentwicklung befassten sich übergreifend mit der Frage, wie die Herausforderungen bei der Planung und Umsetzung gemeistert werden können.

1. Vortragsreihe aus Wissenschaft und Praxis

Wie kann eine „Neue Sozialökonomie im Sozialraum“ aussehen?

Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit, Wirtschaft
Worum geht's?

Der Vortrag zeigt die Notwendigkeit und die Anforderungen einer neuen Sozialökonomie für Quartiere auf und informiert über Ansätze zur Umsetzung.

Im DIALOG: Welche Geschäftsmodelle fürs Quartier entwickeln?

Ursula Kremer-Preiss, Leiterin des Bereichs Wohnen und Quartier, Kuratorium Deutsche Altershilfe e.V. (KDA)
Lena Rickenberg, Projektmanagerin, Deutscher Nachbarschaftspreis, Nachhaltige Finanzierung des Projekts "Privates Netzwerk für Deine Nachbarschaft"
Dr. Bettina Kruth, Kursleiterin, Ev. Johanneswerk (Finanzierung des Quartiersmanagements im Projekt GeiST)

Gesamtmoderation:

Foto: Daniela Wiesler, Deutsche Welle
Daniela Wiesler, Deutsche Welle

2. Intensiver Erfahrungstausch zu Best-Practice-Beispielen an Thementischen

(begrenzte Teilnehmerzahl)

Tisch 1: Versorgungsmodelle im Quartier

Personalbemessung in der Quartiersarbeit

(Geschäftsmodell fürs Quartiersmanagement)

Martin Becker, Katholische Hochschule Freiburg im Breisgau

Worum geht’s?

Sozialraumorientiertes Arbeiten bedarf einer steuernden Kraft, die die örtlichen Akteure zusammenbringt, sie aktiviert und die Quartiersentwicklungsmaßnahmen steuert. Unklar bleibt welche Personalressourcen dafür gebraucht werden. Der Thementisch befasst sich mit der Bemessung des Personal(Stellen)-bedarfs für den Arbeitsbereich der Gemeinwesenarbeit (GWA) bzw. Quartierarbeit.

Tisch 2: Versorgungsmodelle im Quartier

Sozialgenossenschaften als innovative Wohn- und Pflegekonzepte im Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Rolf Gennrich, GEWIA - Innovative Wohn- und Pflegekonzepte in der Altenhilfe

Worum geht`s?

Eine besondere Herausforderung bei der Quartiersarbeit - besonders in ländlichen Räumen - ist, für Pflegebedürftige ein differenziertes, bedarfsgerechtes Wohn- und Hilfeangebot vorzuhalten. Hier sind neue Modelle gefordert. Der Thementisch stellt Seniorengenossenschaft als eine Möglichkeit vor, wie durch Kooperation zwischen Kommune, aktiven Bürgern und Pflegeanbietern ein solches Versorgungsmodell fürs Quartier umgesetzt  werden kann.

Tisch 3: Versorgungsmodelle im Quartier

Öffnung der stationären Pflege ins Quartier mittels eines Gesamtversorgungsvertrages

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Jörg Schmidt, Städtisches Seniorenheim Krefeld

Worum geht`s?

Die Träger des städtischen Seniorenheims in Krefeld werden Teil einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft und werden Gesamtversorger für die Nachbarschaft. Die Refinanzierung ihres Leistungsangebotes erfolgt über einen Gesamtversorgungsvertrag, der gute Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Quartiersversorgung bietet.

Tisch 4: Technische Modelle fürs Quartier

Technische Unterstützungssysteme im Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Klaus Scherer, InHaus GmbH Duisburg

Worum geht’s?

Die Stärkung der selbstständigen Lebensführungen auch bei Hilfe- und Pflegebedarf ist ein zentrales Ziel von Quartiersprojekten. Altersgerechte Assistenzsysteme sind ein Instrument, um die selbstständige Lebensführung im vertrauten Wohnumfeld zu sichern. An diesem Thementisch werden praktische Lösungen vorgestellt, um die Versorgung im Quartier durch den Einsatz von technischen Unterstützungssystemen sicherzustellen.

Tisch 5: Technische Modelle fürs Quartier

Virtuelle Quartiersportale - Aufbau und Betrieb von Informationssystemen fürs Quartier

(Geschäftsmodell für das Quartiersmanagement)

Daniel Hoffmann, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln

Worum geht`s?

Die Vernetzung und Aktivierung der örtlichen Akteure sind zentraler Erfolgsfaktoren für die Quartiersarbeit.  Den Austausch zu fördern und Beteiligungsprozesse der Bürgerinnen und Bürger im Quartier zu stärken sind daher grundlegend für die Quartiersarbeit. An diesem Thementisch wird ein virtuelles Quartiersportal vorgestellt, das praktisch aufzeigt, wie der Austausch von Informationen und partizipative Prozesse im Quartier durch internetgestützte Techniken angeregt werden können.

Tisch 6: Modelle von Finanzdienstleistern

Finanzierung neuer Wohn- und Betreuungsformen fürs Quartier am Beispiel des WohnenPlus-Fonds

(Gechäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Martin Hölscher, Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Worum geht`s?

Um auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit im vertrauten sozialen Nahraum wohnen zu können, bedarf es für die Zukunft der Verbreitung bedarfsgerechter Wohn- und Betreuungsangebote. An diesem Thementisch wird dargelegt, wie mit interessanten Finanzierungsmodellen, diese Entwicklung auf dem Immobilienmarkt unterstützt wird.

Tisch 7: Modelle der Zivilgesellschaft

Seniorengenossenschaften als nachhaltiger Partizipationsansatz im Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Josef Martin, Seniorengenossenschaft Riedlingen

Worum geht’s?

In der Riedlinger Seniorengenossenschaft haben sich rund 650 Menschen zusammengefunden, die sich gegenseitig und andere auf örtlicher Ebene unterstützen. Das Projekt wurde 2004 mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet und ist ein Beispiel für nachhaltige Bürgerbeteiligung im Quartier.

Tisch 8: Modelle der Zivilgesellschaft

Nachhaltig Grundversorgung im Quartiers sichern

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Christian Klems, DORV

Worum geht`s?

Eine fußläufig erreichbare Nahversorgung ist eine wesentliche Voraussetzung, um im Alter selbstständig Haushalten zu können. Nicht nur im ländlichen Raum bricht zunehmen örtliche Infrastruktur (Metzger, Bäcker, Post und Bank ...) weg. Quartiersarbeit zielt auch auf den Erhalt einer örtlichen Nahversorgungsstruktur. Hier müssen neue Wege und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Das "DORV"-Projekt, das an diesem Thementisch vorgestellt wird, setzt hier an.  Es sieht den Aufbau eines Zentrums mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs vor, die mit Dienstleistungen und bürgernahen sozialen Bereichen gekoppelt, ortsnah angeboten werden.

Tisch 9: Modelle der Wohnungswirtschaft

Wohnungsgenossenschaften und ihre Rolle bei der nachhaltigen Finanzierung der Quartiersentwicklung

(Geschäftsmodell für das Quartiersmanagement)

Thomas Möller, Baugenossenschaft Freie Scholle

Worum geht`s?

Die Wohnungsgenossenschaft der "Freien Scholle" in Bielefeld, die seit vielen Jahren Quartiersprojekte in ihren Siedlungsbeständen umsetzt, hat mit allen ihren MieterInnen einen genossenschaftlichen Generationenvertrag abgestimmt. Am Thementisch wird dieser Generationenvertrag, der auch eine nachhaltige Finanzierung "sozialer Aufgaben" enthält, vorgestellt und diskutiert.

Tisch 10: Modelle der Wohnungswirtschaft

Pflege@Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Frank Druska, GESOBau AG Berlin

Worum geht’s?

Ziel des Projekts Pflege@Quartier ist die Konzeption und Umsetzung eines praxistauglichen, zukunftsweisenden Wohnkonzeptes im Märkischen Viertel für Menschen über 65, die in ihrem Umfeld bleiben möchten. In modernisierten Wohnungen der GESOBAU AG wird technische Infrastruktur verbaut und auf diese Weise die häusliche Versorgung  verbessert und der Verbleib in der gewohnten Umgebung ermöglicht werden - unter Einbeziehung aller verfügbaren Ressourcen.

Foto: Thementisch beim REHACARE-Kongress 2016 - Gastgeberin Dr. Bettina Kruth, Ev. Johanneswerk e.V. mit TeilnehmerInnen
Foto: Norbert B. Henke und Christina Halbe, AWO Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Westliches Westfalen e.V. an ihrem Quartiersmarktstand 2016

3. Quartiersmarkt - Gestaltung und Finanzierung von Quartieren

Akteure, Initiativen und Praxisprojekte stellen sich vor, u.a.
 

  • Fördergeber und Projekte mit Finanzierungswegen

  • Integrierte Konzepte der Wohnwirtschaft

  • Initiativen zur Stärkung der Bürgerbeteiligung

  • Wohlfahrtsverbände

  • Kommunale Verbände

  • Beratungs- und Forschungseinrichtungen im Quartier

Bisher haben zugesagt:

  • AG Netzwerk- und Quartiersarbeit der Landesinitiative Demenz-Service NRW
  • AWO Arbeiterwohlfahrt e.V.
  • BaS Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros e.V.
  • Der Paritätische
  • Diakonie, Ev. Johanneswerk
  • DRK-Landesverband Nordrhein e. V.
  • ffg Forschungsgesellschaft für Gerontologie
  • FoGera - QuartiersNETZ
  • Forum Seniorenarbeit
  • Kuratorium Deutsche Altershilfe
  • Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros NRW
  • Landesarbeitsgemeinschaft Wohnberatung NRW e.V.
  • Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW
  • Netzwerk SONG/ Stiftung Liebenau
  • Petra Rüsen-Hartmann fund raising
  • RWTH Aachen University, Fakultät für Architektur, Lehrstuhl Baukonstruktion
  • Sozialmanagement GAG Köln
  • SPONSORT

Rückblick

Fotostrecke: Impressionen vom REHACARE-Kongress 2016

Foto: Podiumsdiskussion auf dem REHACARE-Kongress 2016 © Messe Düsseldorf GmbH / ctillmann
Wie gestaltet man altengerechte Quartiere?
Podiumsdiskussion auf dem REHACARE-Kongress 2016
(von links nach rechts)

Daniela Wiesler, Moderatorin
Christoph Zeckra, Leiter Generali Zukunftsfond
Elmar Lieser, Leiter Sozialmanagement GAG Köln
Cornelia Harrer, Fachreferentin Quartiersentwicklung, DER PARITÄTISCHE Landesverband NRW e.V.
Klaus Pakusch, Sozialamtsleiter der Stadt Ratingen
Törsten Bölting, Landesbüro altengerechte Quartiere.NRW (LaQ.NRW)
Prof. Dr. Reinhold Knopp, Fachhochschule Düsseldorf
Foto: Prof. Dr. Reinhold Knopp, Fachhochschule Düsseldorf; © Messe Düsseldorf / ctillmann
Vorträge mit Weitblick - Prof. Dr. Reinhold Knopp
Diskussionsteilnehmer Prof. Dr. Reinhold Knopp, Fachhochschule Düsseldorf, auf der Bühne des REHACARE-Kongresses
Thementisch 5 REHACARE-Kongress 2016; © Messe Düsseldorf GmbH / ctillmann
Thementisch 5 beim REHACARE-Kongress 2016: Wie aktiviere ich Bürgerinnen und Bürger im Quartier?
Gastgeber Christian Adams, ZWAR e.V. mit TeilnehmerInnen

Thementisch 7 REHACARE-Kongress 2016; © Messe Düsseldorf GmbH / ctillmann
Thementisch 7 beim REHACARE-Kongress 2016: Was qualifiziert mich für die Arbeit als Kümmerin oder Kümmerer im Quartier?
Gastgeberin Dr. Bettina Kruth, Ev. Johanneswerk e.V. mit TeilnehmerInnen

Thementisch 9 REHACARE-Kongress 2016; © Messe Düsseldorf GmbH / ctillmann
Thementisch 9 beim REHACARE-Kongress 2016: Wie sichere ich nachhaltige Strukturen?
Gastgeber Dieter Zisenis, bbb - Büro für berufliche Bildungsplanung R. Klein @ Partner mit TeilnehmerInnen

Stand "Altengerechte Quartiere.NRW"; © Messe Düsseldorf GmbH / ctillmann
Stand "Altengerechte Quartiere.NRW"
Kongressteilnehmerin
Annika Goddar, Generationennetz Gelsenkirchen
Jana Lauffs, LaQ.NRW

Stand "DER PARITÄTISCHE"; © Messe Düsseldorf GmbH / ctillmann
Stand "Altengerechte Quartiere.NRW"
Cornelia Harrer und Heike Rössler, DER PARITÄTISCHE, NRW

Stand "AWO"; © Messe Düsseldorf GmbH / ctillmann
Stand "AWO"
Christina Halbe
Norbert Dyhringer
Teilnehmerin
Norbert Henke, AWO Bezirk Westliches Westfalen e.V.
Teilnehmerin