Foto: Frühere Ministerin Barbara Steffens bei der Eröffnung des REHACARE-Kongresses 2016

REHACARE-Kongress "Wir fürs Quartier"

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Interdisziplinäre Informations- und Austauschplattform für Kommunen, Wohnwirtschaft, Sozialdienstleister und organisierter Bürgerschaft zum Thema Quartiersentwicklung

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Foto: Ministerin Barbara Steffens eröffnete den Kongress 2014

Neues Schwerpunkt-Thema:
Nachhaltigkeit und Finanzierung

Tragfähige Entwicklungsmodelle für Quartiersprojekte

Nachhaltige Finanzierungmodelle für Quartiersprojekte

Was erwartet Sie?

1. Vortragsreihe aus Wissenschaft und Praxis

Wie kann eine „Neue Sozialökonomie im Sozialraum“ aussehen?

Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit, Wirtschaft
Worum geht's?

Der Vortrag zeigt die Notwendigkeit und die Anforderungen einer neuen Sozialökonomie für Quartiere auf und informiert über Ansätze zur Umsetzung.

Podiumsdiskussion: Welche Geschäftsmodelle fürs Quartier entwickeln?

Ursula Kremer-Preiss, Leiterin des Bereichs Wohnen und Quartier, Kuratorium Deutsche Altershilfe e.V. (KDA)
Lena Rickenberg, Projektmanagerin, Deutscher Nachbarschaftspreis, Nachhaltige Finanzierung des Projekts "Privates Netzwerk für Deine Nachbarschaft"
Dr. Bettina Kruth, Kursleiterin, Ev. Johanneswerk (Finanzierung des Quartiersmanagements im Projekt GeiST)
Foto: Daniela Wiesler, Deutsche Welle
Foto: rof. Dr. Rolf G. Heinze, Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie, Arbeit, Wirtschaft
Foto: Ursula Kremer-Preiss, Leiterin des Bereichs Wohnen und Quartier, Kuratorium Deutsche Altershilfe e.V. (KDA)

2. Quartiersmarkt - Gestaltung und Finanzierung von Quartieren

Foto: Norbert B. Henke und Christina Halbe, AWO Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Westliches Westfalen e.V. an ihrem Quartiersmarktstand 2016
Foto: Thementisch beim REHACARE-Kongress 2016 - Gastgeberin Dr. Bettina Kruth, Ev. Johanneswerk e.V. mit TeilnehmerInnen

3. Intensiver Erfahrungstausch zu Best-Practice-Beispielen an Thementischen

(begrenzte Teilnehmerzahl)

Tisch 1: Versorgungsmodelle im Quartier

Personalbemessung in der Quartiersarbeit

(Geschäftsmodell fürs Quartiersmanagement)

Prof. Dr. Martin Becker, Katholische Hochschule Freiburg im Breisgau

Worum geht’s?

Sozialraumorientiertes Arbeiten bedarf einer steuernden Kraft, die die örtlichen Akteure zusammenbringt, sie aktiviert und die Quartiersentwicklungsmaßnahmen steuert. Unklar bleibt welche Personalressourcen dafür gebraucht werden. Der Thementisch befasst sich mit der Bemessung des Personal(Stellen)-bedarfs für den Arbeitsbereich der Gemeinwesenarbeit (GWA) bzw. Quartierarbeit.

Tisch 2: Versorgungsmodelle im Quartier

Sozialgenossenschaften als innovative Wohn- und Pflegekonzepte im Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Rolf Gennrich, GEWIA - Innovative Wohn- und Pflegekonzepte in der Altenhilfe

Worum geht`s?

Eine besondere Herausforderung bei der Quartiersarbeit - besonders in ländlichen Räumen - ist, für Pflegebedürftige ein differenziertes, bedarfsgerechtes Wohn- und Hilfeangebot vorzuhalten. Hier sind neue Modelle gefordert. Der Thementisch stellt Seniorengenossenschaft als eine Möglichkeit vor, wie durch Kooperation zwischen Kommune, aktiven Bürgern und Pflegeanbietern ein solches Versorgungsmodell fürs Quartier umgesetzt  werden kann.

Tisch 3: Versorgungsmodelle im Quartier

Öffnung der stationären Pflege ins Quartier mittels eines Gesamtversorgungsvertrages

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Jörg Schmidt, Städtisches Seniorenheim Krefeld

Worum geht`s?

Die Träger des städtischen Seniorenheims in Krefeld werden Teil einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft und werden Gesamtversorger für die Nachbarschaft. Die Refinanzierung ihres Leistungsangebotes erfolgt über einen Gesamtversorgungsvertrag, der gute Möglichkeiten für eine zukunftsorientierte Quartiersversorgung bietet.

Tisch 4: Technische Modelle fürs Quartier

Technische Unterstützungssysteme im Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Klaus Scherer, InHaus GmbH Duisburg

Worum geht’s?

Die Stärkung der selbstständigen Lebensführungen auch bei Hilfe- und Pflegebedarf ist ein zentrales Ziel von Quartiersprojekten. Altersgerechte Assistenzsysteme sind ein Instrument, um die selbstständige Lebensführung im vertrauten Wohnumfeld zu sichern. An diesem Thementisch werden praktische Lösungen vorgestellt, um die Versorgung im Quartier durch den Einsatz von technischen Unterstützungssystemen sicherzustellen.

Tisch 5: Technische Modelle fürs Quartier

Virtuelle Quartiersportale - Aufbau und Betrieb von Informationssystemen fürs Quartier

(Geschäftsmodell für das Quartiersmanagement)

Daniel Hoffmann, Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln

Worum geht`s?

Die Vernetzung und Aktivierung der örtlichen Akteure sind zentraler Erfolgsfaktoren für die Quartiersarbeit.  Den Austausch zu fördern und Beteiligungsprozesse der Bürgerinnen und Bürger im Quartier zu stärken sind daher grundlegend für die Quartiersarbeit. An diesem Thementisch wird ein virtuelles Quartiersportal vorgestellt, das praktisch aufzeigt, wie der Austausch von Informationen und partizipative Prozesse im Quartier durch internetgestützte Techniken angeregt werden können.

Tisch 6: Modelle von Finanzdienstleistern

Finanzierung neuer Wohn- und Betreuungsformen fürs Quartier am Beispiel des WohnenPlus-Fonds

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Martin Hölscher, Aachener Grundvermögen Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH

Worum geht`s?

Um auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit im vertrauten sozialen Nahraum wohnen zu können, bedarf es für die Zukunft der Verbreitung bedarfsgerechter Wohn- und Betreuungsangebote. An diesem Thementisch wird dargelegt, wie mit interessanten Finanzierungsmodellen, diese Entwicklung auf dem Immobilienmarkt unterstützt wird.

Tisch 7: Modelle der Zivilgesellschaft

Seniorengenossenschaften als nachhaltiger Partizipationsansatz im Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Josef Martin, Seniorengenossenschaft Riedlingen

Worum geht’s?

In der Riedlinger Seniorengenossenschaft haben sich rund 650 Menschen zusammengefunden, die sich gegenseitig und andere auf örtlicher Ebene unterstützen. Das Projekt wurde 2004 mit dem Zukunftspreis ausgezeichnet und ist ein Beispiel für nachhaltige Bürgerbeteiligung im Quartier.

Tisch 8: Modelle der Zivilgesellschaft

Nachhaltig Grundversorgung im Quartiers sichern

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Christian Klems, DORV, Jülich

Worum geht`s?

Eine fußläufig erreichbare Nahversorgung ist eine wesentliche Voraussetzung, um im Alter selbstständig Haushalten zu können. Nicht nur im ländlichen Raum bricht zunehmen örtliche Infrastruktur (Metzger, Bäcker, Post und Bank ...) weg. Quartiersarbeit zielt auch auf den Erhalt einer örtlichen Nahversorgungsstruktur. Hier müssen neue Wege und Geschäftsmodelle entwickelt werden. Das "DORV"-Projekt, das an diesem Thementisch vorgestellt wird, setzt hier an.  Es sieht den Aufbau eines Zentrums mit Lebensmitteln des täglichen Bedarfs vor, die mit Dienstleistungen und bürgernahen sozialen Bereichen gekoppelt, ortsnah angeboten werden.

Tisch 9: Modelle der Wohnungswirtschaft

Wohnungsgenossenschaften und ihre Rolle bei der nachhaltigen Finanzierung der Quartiersentwicklung

(Geschäftsmodell für das Quartiersmanagement)

Thomas Möller, Baugenossenschaft Freie Scholle

Worum geht`s?

Die Wohnungsgenossenschaft der "Freien Scholle" in Bielefeld, die seit vielen Jahren Quartiersprojekte in ihren Siedlungsbeständen umsetzt, hat mit allen ihren MieterInnen einen genossenschaftlichen Generationenvertrag abgestimmt. Am Thementisch wird dieser Generationenvertrag, der auch eine nachhaltige Finanzierung "sozialer Aufgaben" enthält, vorgestellt und diskutiert.

Tisch 10: Modelle der Wohnungswirtschaft

Pflege@Quartier

(Geschäftsmodell für Einzelmaßnahmen der Quartiersentwicklung)

Frank Druska, GESOBau AG, Berlin

Worum geht’s?

Ziel des Projekts Pflege@Quartier ist die Konzeption und Umsetzung eines praxistauglichen, zukunftsweisenden Wohnkonzeptes im Märkischen Viertel für Menschen über 65, die in ihrem Umfeld bleiben möchten. In modernisierten Wohnungen der GESOBAU AG wird technische Infrastruktur verbaut und auf diese Weise die häusliche Versorgung  verbessert und der Verbleib in der gewohnten Umgebung ermöglicht werden - unter Einbeziehung aller verfügbaren Ressourcen.