So tickt Benjamin Piwko!

03.05.2017

Ob auf der Wiese unter dem Sternenhimmel oder ganz allein in der Wüste – der Schauspieler und Kampfkunst-Lehrer Benjamin Piwko wünscht sich, die Natur so nah wie möglich zu spüren und zu erleben. Als positives Beispiel möchte er vorangehen und andern Menschen Mut machen. Warum er Iron Man mag und was es mit der schönen Seele auf sich hat, erzählt er auf REHACARE.de.

Foto: Benjamin Piwko; Copyirght: Brigitte S. Werner

© Brigitte S. Werner

Wann haben Sie das letzte Mal herzhaft gelacht und worüber?

Benjamin Piwko: Ich lache gerne und viel. Zuletzt habe ich darüber herzhaft gelacht, dass ich mich erst sehr darüber erschrocken habe, dass sich jemand beim Abendessen mit einer heißen Krabbe den Mund verbrannt hat und selber so sehr darüber gelacht hat, dass wir beide herzhaft gelacht haben. 

Foto: Benjamin Piwko mit Cowboyhut, führt einen Tritt in der Luft aus. Im Hintergrund ist eine weite, lange Straße zu sehen; Copyright: Veronica Miller Piwko

Benjamin Piwko möchte als Kampfkunst-Lehrer zwei Welten miteinander verbinden - die der Hörenden und die der Gehörlosen; © Veronica Miller Piwko

Was wollten Sie schon immer einmal machen und warum haben Sie sich bisher nicht getraut?

Benjamin Piwko: Ich würde gern nochmal auf einer Wiese mit dem Schlafsack übernachten und unter dem schönen Sternenhimmel einschlafen und im Morgengrauen aufwachen und das Gefühl haben, die pure Natur zu spüren und aufzuatmen.

Ich würde gern vom Hubschrauber mit einem Fallschirmsprung über der einsamen und weiten Wüste abgesetzt werden. Und dort dann ganz allein drei Tage lang laufen – nur mit Wasser und Essen im Rucksack. Und dort übernachten ohne andere Menschen – nur ich ganz allein. Obwohl ich Angst vor Spinnen, Schlangen und Skorpionen habe.


Welcher Mensch hat Sie bisher am meisten beeinflusst? Und warum?

Benjamin Piwko: Die wichtigste Bezugsperson in meinem Leben war meine Mutter. Sie war die einzige Person, die mich ohne zu sprechen verstanden hat. Fast auf telepathische Weise konnten wir kommunizieren, ohne dass ich sie hören konnte. 

Sie haben die Chance Bundesbehindertenbeauftragte zu werden. Was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Benjamin Piwko: Trotz meiner Behinderung habe ich nie den Mut verloren, mir Ziele zu setzen und diese auch zu verwirklichen. Ich würde deswegen versuchen, behinderte Menschen zu motivieren und mich als positives Beispiel präsentieren. 

Foto: Benjamin Piwko mit Cowboyhut ; Copyright: Brigitte S. Werner

Benjamin Piwko möchte gerne raus in die weite Wildnis, um die Natur zu spüren und zu erleben; © Brigitte S. Werner

Ihr Leben wird verfilmt: Wer würde Sie verkörpern und warum gerade diese Person?

Benjamin Piwko: Keanu Reeves: Ein gut aussehender Schauspieler, der sportlich ist, Humor hat, charmant ist und trotzdem hart sein kann. 

Ich wäre gern einmal...

Benjamin Piwko: Ich wäre gern Iron Man. Ein Superheld, der fliegen kann, unverwundbar ist und das Böse bekämpft. 

Auf welche Fragen wünschen Sie sich eine Antwort?

Benjamin Piwko: Kein Mensch ist illegal. Alle Tiere dürfen legal sein. Warum können wir Menschen nicht auch frei sein, überall hinfliegen und nicht als illegal abgestempelt werden?

Was ich noch sagen wollte …

Benjamin Piwko: Jeder sollte von Geburt an das Recht haben glücklich zu sein. Es wäre schön, wenn es eine schöne Seele gäbe, die immer gleich schön wäre – egal wie alt man ist, ob man nur ein Bein hat oder nicht. Die Seele sollte nie altern und immer gleich schön sein.