Der Preis wurde zusammen mit der äthiopischen Menschenrechtsaktivistin Yetnebersh Nigussie ins Leben gerufen, die selbst 2017 den alternativen Nobelpreis und 2018 den Helen Keller Award erhalten hat. Mit dem Preis sollen die 99 Fähigkeiten von Frauen mit Behinderung in den Vordergrund gestellt werden und nicht ihre eine Behinderung.
"Wir vergeben den Her Abilities-Preis, um etwas an Menschen zurückzugeben, die oft von der Gesellschaft unsichtbar gemacht werden - Frauen mit Behinderung. Es gibt so viele inspirierende, starke Frauen mit Behinderung, die jeden Tag Großartiges leisten. Her Abilities wird ihre Leistungen in den Fokus rücken und hoffentlich eine neue Generation von Frauen mit Behinderung inspirieren", so Yetnebersh Nigussie.
Der Her Abilities Award wird in drei Kategorien verliehen:
- Gesundheit und Bildung - Frauen mit Behinderung aus den Bereichen Gesundheit oder Bildung. Mögliche Beispiele: Lehrerinnen und Assistenzlehrerinnen, Direktorinnen, Universitätsprofessorinnen, Ärztinnen, Krankenschwestern, Gesundheitshelferinnen usw.
- Rechte - Frauen mit Behinderung aus dem Bereich der Anwaltschaft und Menschenrechte, die sich für Menschen mit Behinderung und ihre Inklusion einsetzen. Sie können z.B. für eine NGO, einen Betrieb oder eine Regierungsorganisation arbeiten – oder einfach auf Gemeindeebene wichtige Änderungen in Gang setzen.
- Kunst, Kultur und Sport - Frauen mit Behinderung aus den Bereichen Kunst, Kultur und Sport, wie zum Beispiel Künstlerinnen, Schauspielerinnen, Kabarettistinnen, Poetinnen, paralympische Athletinnen, Läuferinnen, Sängerinnen, Schwimmerinnen, Schriftstellerinnen usw.
Eine unabhängige Jury aus sieben Frauen mit und ohne Behinderung wird über die Gewinnerinnen entscheiden. Darunter sind namhafte Vertreterinnen von Behindertenorganisationen, Politik und Kultur, unter anderen:
- Shantha Rau Barriga, Direktor der Abteilung für Rechte von Menschen mit Behinderungen bei Human Rights Watch, USA
- María Soledad Cisternas Reyes, Rechtsprofessorin, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Behinderungen und Barrierefreiheit, Chile
- Ninia LaGrande, Autorin, Moderatorin, Poetry Slammerin, Deutschland
- Ekaete Judith Umoh, Expertin für Soziale Inklusion und Behindertenrecht, Nigeria
- Farida Gulamo, war die erste Präsidentin des mosambikanischen Paralympischen Komitees und ist Aktivistin für Sport und Bildung, Mosambik
- Rachel Kachaje, Behindertenrechtsaktivistin, frühere Ministerin für Menschen mit Behinderung und ältere Menschen, Malawi
- Mariam Doumbia, Musikerin, Teil des Grammy-nominierten Duos Amadou & Mariam, Mali.
Die Frist für Nominierungen endet am 30. September. Der Preis wird in allen drei Kategorien am 3. Dezember 2018, dem Welttag der Menschen mit Behinderung, verliehen.
REHACARE.de; Quelle: Licht für die Welt