Karsten Voss: Wenn ich nicht Autofahren könnte, wäre mein Leben deutlich langweiliger und meine Psyche würde darunter massiv leiden. Deswegen, das Auto ist für mich wirklich ein Freiheitsding.
Mein Auto ist so umgebaut, dass ich mit einem Handgas, mit der rechten Hand Gas und Bremse bedienen kann.
Mit der linken Hand habe ich einen Knauf am Lenkrad mit Blinker, Hupe, Scheibenwischer. Dann habe ich eine Pedalabdeckung, die schützt, dass meine Pedale ungewollt unter oder auf die Pedale kommen. Und für mich ist es sehr wichtig, ich habe ein Rollstuhlverladesystem hinter dem Fahrersitz, da wird der Rolli reingezogen. Und so bin ich komplett autark, selbstständig unterwegs.
Frank Sodermanns: Am Herzen von der Autoumrüstung liegt natürlich, dass wir Menschen selbstständig mobil machen, die selber fahren können. Oder als Passivfahrer. Und ausschlaggebend ist natürlich für die Technik das Krankheitsbild.
Viele unserer Kunden haben einen Unfall erlitten oder sind von Geburt an grundsätzlich nicht in der Lage, das Fahrzeug wie üblich zu führen. Und haben tatsächlich teilweise große Angst und Hürden, kann ich es überhaupt selber bewerkstelligen und wo kommt das Geld her? Das sind so die größten Fragen, die eigentlich von Anfang an immer im Raum stehen.
Als erstes sollte man den Mut haben, einen Umrüster aufzusuchen. Ganz wichtig ist, dass auch eine Fahrschule dabei ist. Barrierefreiheit muss schön sein, darf schön sein.
Das ist ein umgebauter Oldtimer. Da werden Gefühle geweckt. Oldtimer ist ein Mythos.
Karsten Voss: Nur weil man jetzt von Handicap-Umbauten redet, ist der Umbau, also die Optik des Umbaus nicht unentscheidend. Ich persönlich als Rollstuhlfahrer möchte ja trotzdem ein schönes Auto haben und nicht irgendeinen "dahingehunsten" Umbau.