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Warum Mode für viele Menschen mit Behinderung mehr ist als Kleidung

Kurz und knapp: Mode, Selbstbild und Wahrnehmung

Wenn zuerst der Körper gesehen wird – und nicht die Person

Ich fühle mich manchmal wie ein Affe im Zoo, der dort eigentlich gar nicht sein möchte. Denn eigentlich gehört er in die freie Natur. Und genauso fühlt es sich eben auch an, angestarrt zu werden.
Katharina Hesener posiert selbstbewusst im Rollstuhl. Sie trägt einen kurzen Rock mit Leo-Print, einen schwarzen engen Pullover, schwarze Stiefel und eine schwarze Mütze
Auf meinen Körper wurde schon immer mit medizinischem Interesse geguckt – und nie neutral.
Claire Horsbrugh trägt ihre Orthese und Firmenkleidung und lächelt in die Kamera; Copyright: Lukas Hepp
Ich falle durch meine Art zu laufen ja sowieso schon auf.
Lea Menninger mit Gehhilfen und sichtbaren FES-Systemen an den Beinen
Lea Menninger mit Gehhilfen auf einer Straße, sie trägt einen roten cropped Pullover und eine dunkle lange Hose

Lea macht sichtbar: Wer auffällt, möchte trotzdem selbst bestimmen, wie er gesehen wird. Umso wichtiger ist ihr Kleidung, in der sie sich nicht fremd, sondern ganz bei sich fühlt. © Markus Büttner

Was das mit dem Selbstbild macht

Warum Mode mehr ist als eine Frage des Geschmacks

Katharina Hesener sitzt im Rollstuhl vor einer hellen Wand. Sie trägt ein schwarzes Crop-Top, Jeans und weiße Sneaker.

Mode darf auffallen, findet Katharina – aber im Idealfall zu ihren Bedingungen. Genau darin liegt für sie ein Stück Selbstbestimmung. © Nora Beckmann

Mode kann Teilhabe ermöglichen – wenn sie Menschen nicht auf ihre Behinderung reduziert

Claire Horsbrugh steht im Freien und telefoniert. Sie trägt ein komplett schwarzes Outfit mit einer Übergangsjacke.

Für Claire ist Mode auch ein Gegenbild zu dem, worauf andere oft zuerst schauen – und ein Weg, selbst über ihr Auftreten zu bestimmen. © Lukas Hepp

Am Stand von Zalando auf der REHACARE 2025 habe ich mich das erste Mal nicht auf meine Behinderung reduziert gefühlt. Ich hatte das Gefühl, gesehen und mitgedacht zu werden.
Man fühlt sich einfach wohler, wenn man Klamotten anhat, die man sich auch selber wirklich ausgesucht hat.
Fashion sollte für alle da sein!

Mehr zum Thema: adaptive Mode im Alltag

Nadine Lormis lächelt in die Kamera; Copyright: Victoria Emanuel

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