Die größte Herausforderung meines Lebens war ohne Zweifel das Jahr 2024: Ein Jahr voller Schmerz, Verlust und einem Körper, der plötzlich nicht mehr mitgemacht hat.
Eigentlich sollte es ein glückliches Jahr werden: Mein Mann und ich wollten im Mai heiraten. Doch schon der Weg dorthin fühlte sich an wie ein Hindernislauf.
Ich bin notfallmäßig operiert worden, hatte schwere Komplikationen und musste erneut lernen zu laufen. Und trotzdem habe ich gekämpft – Tag für Tag.
Nicht, weil ich immer stark war – sondern weil Aufgeben keine Option war. Dieses Jahr hat mich gezeichnet. Aber es hat mir gezeigt, wie viel Kampfgeist, Durchhaltevermögen und Leben in mir steckt.
Mobilität bedeutet für Angelina Schirmer, handlungsfähig zu bleiben. © privat
"Ich will Räume schaffen, in denen niemand erklären muss, warum er dazugehört – und in denen Teilhabe selbstverständlich ist." © privat
Ich wünsche mir, dass diese Botschaft nicht nur gelesen, sondern gespürt wird. Dass Menschen erkennen, dass Inklusion und Barrierefreiheit keine abstrakten Themen sind, sondern unser tägliches Miteinander prägen.
Es geht nicht darum, besonders großzügig oder nett zu sein. Es geht darum, dass niemand ausgeschlossen wird und niemand ständig kämpfen muss, nur um teilhaben zu dürfen.
Inklusion beginnt im Alltag: in Schulen, Ämtern, Verkehrsmitteln, auf Arbeitsplätzen und in unseren Wohnungen. Mit kleinen Entscheidungen – zuhören, hinschauen, Strukturen verändern.
Veränderung passiert selten über Nacht. Aber wir können anfangen – jeden Tag, bei jeder Begegnung. Wenn wir Türen öffnen, nicht nur physisch, sondern in Gedanken und Herzen.
Teilhabe ist kein Wunsch, sie ist ein Recht. Und Rechte warten nicht. "Ein Nein haben wir schon – ein Ja kann es werden."