Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Glinkastr. 24, 10117 Berlin
Deutschland

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Standort

Hallenplan

REHACARE 2016 Hallenplan (Halle 3): Stand F62

Geländeplan

REHACARE 2016 Geländeplan: Halle 3

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 12  Verbände, Organisationen, Pflegeeinrichtungen und Dienstleistungen
  • 12.12  Sonstige Organisationen, Institutionen

Unsere Produkte

Produktkategorie: Sonstige Organisationen, Institutionen

Neue Bilder vom Alter

Die Menschen in Deutschland leben heute durchschnittlich über 30 Jahre länger als noch vor 100 Jahren. Und die meisten Seniorinnen und Senioren haben die Chance, die gewonnenen Jahre bei guter Gesundheit aktiv zu gestalten. Sie möchten sich mit dem ganzen Schatz ihrer kulturellen und beruflichen Lebenserfahrung einbringen, mit ihrer Bildung und ihrem Wissen aktiv bleiben. Ihnen dies zu ermöglichen, ist eine wichtige Zukunftsaufgabe.

Initiative "Neue Bilder vom Alter"
Der demografische Wandel erfordert eine neue Bewertung des Alters, eine Anerkennung und Förderung des aktiven Alters sowie die Vermittlung realistischer und differenzierter Bilder vom Alter und vom Altern in der Gesellschaft. Mit der Initiative "Neue Bilder vom Alter" will das Bundesfamilienministerium aktuelle Altersbilder in der Gesellschaft fördern. Im Rahmen der Initiative soll das Programm Altersbilder die Verbreitung eines neuen, differenzierten und realistischen Bildes des Alters unterstützen.

Aktives Alter – Sport und Bewegung
Ältere Menschen dabei zu unterstützen, selbstständig leben zu können, aktiv zu bleiben und neue Erfahrungen zu sammeln, ist ein zentrales Anliegen des Bundesfamilienministeriums. Hierbei hilft das Kooperationsprojekt "AUF (Aktiv und Fit) Leben", das auf die Bedeutung von Sport und Bewegung für Menschen in der zweiten Lebenshälfte aufmerksam machen soll.

Alter als Chance – demografische Entwicklung
Die meisten Bürgerinnen und Bürger im fortgeschrittenen Alter wollen sich keineswegs aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zurückziehen. Sie möchten aktiv bleiben, sich weiterhin bilden und ihren Erfahrungs- und Wissensschatz mit anderen Generationen teilen. Die Bundesregierung unterstützt diesen Prozess unter anderem mit der Initiative "Erfahrung ist Zukunft" sowie der Maßnahme "Bildung in der zweiten Lebenshälfte".

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Produktkategorie: Sonstige Organisationen, Institutionen

Zuhause im Alter - Wohnen im Alter

Wohnen ist ein Grundbedürfnis der Menschen. Wohnen heißt, ein Zuhause zu haben und einen Raum für gelebte Beziehungen mit anderen Angehörigen, Freunden und Nachbarn. Über 90 Prozent der älteren Menschen leben in einer für alle Lebensphasen standardmäßig ausgestatteten Wohnung. Die meisten wollen in der vertrauten Wohnumgebung bleiben – auch, wenn sie auf Hilfe und Pflege angewiesen sind.

Selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen so lange wie möglich - das ist das Ziel der Programme und Projekte des Bundesfamilienministeriums rund um das Thema "Zuhause im Alter - Soziales Wohnen".

Förderprogramm "Anlaufstellen für ältere Menschen"
Das Förderprogramm "Anlaufstellen für ältere Menschen" basiert auf der Demografiestrategie der Bundesregierung. Ziel des Programms ist es, Angebote bestehender Einrichtungen bedarfsorientiert hinsichtlich niedrigschwelliger Hilfen, Informationsvermittlung und Beratung weiterzuentwickeln. Von großer Bedeutung ist hierbei die Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements und die Vernetzung mit anderen Angeboten vor Ort.

Rund 300 Kommunen und Träger werden im Rahmen des Programms gefördert. Für das Programm stehen bis Ende 2016 insgesamt rund 7 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Weitere Informationen sowie eine Liste der ausgewählten Projekte sind auf dem Serviceportal "Zuhause im Alter" abrufbar.

Modellprogramm "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben"
Mit dem neuen Modellprogramm "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben" werden beispielgebende gemeinschaftliche Wohnprojekte gefördert, die Vorbildwirkung entfalten und zur Nachahmung anregen. Anhand der Projekte wird zudem eine Analyse vorgenommen, um die Bedeutung von gemeinschaftlichen Wohnprojekten gerade auch für das kommunale Leben aufzubereiten und darzustellen. Das Programm läuft bis Ende 2019. Die zur Förderung ausgewählten Projekte sind im Herbst 2015 mit ihrer Arbeit gestartet.

Musterhaus Generationenwohnen - Sredzki 44
In der Sredzkistraße 44 im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg entsteht ein beispielgebendes Projekt des gemeinschaftlichen, altersgerechten und inklusiven Bauens und Wohnens. Das Projekt wird vom Bundesfamilienministerium gefördert und von der Mietergenossenschaft Selbstbau realisiert. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude wird im Zeitraum von 2016 bis 2017 bedarfsgerecht saniert und soll elf Wohnungen für Menschen aller Altersgruppen Platz bieten. Ergänzt wird das Projekt durch ein Informations- und Ausstellungszentrum im Erdgeschoss, das zeigen soll, wie barrierefreies Wohnen unter schwierigen baulichen Bedingungen realisiert werden kann. Zugleich dient dieser Bereich als Gemeinschaftsfläche für die Bewohnerinnen und Bewohner und zum Austausch mit Vereinen und Initiativen des umliegenden Quartiers.

"Altersgerecht umbauen" - Hinweise zur Förderung
Für ältere Menschen erhält die Wohnung als zentraler Lebensort eine immer stärkere Bedeutung. Mehr als 50 Prozent der Seniorinnen und Senioren halten sich mindestens 20 Stunden pro Tag dort auf. Dennoch sind bisher nur wenige Wohnungen barrierefrei gestaltet.

Für Modernisierungsmaßnahmen zur Beseitigung oder Verringerung von Barrieren in bestehenden Wohnungen vergibt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) - Bankengruppe Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen im Rahmen des Programms "Altersgerecht umbauen". Hiermit können der leichtere Zugang zum Haus, der Einbau eines Aufzugs oder Treppenlifts oder notwendige Umbauten in Küche und Bad realisiert werden: Die KfW hält entsprechende Förderbausteine und weiterführende Informationen bereit.

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Produktkategorie: Sonstige Organisationen, Institutionen

Hilfe und Pflege

Menschen, die im Alter auf Hilfe und Pflege angewiesen sind, haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Dementsprechend umfassend und differenziert ist das Angebot an Leistungen zur Hilfe, Betreuung und Pflege im eigenen Zuhause, in einer betreuten Wohnform oder in einer stationären Pflegeeinrichtung.

Zentrale Anliegen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind es, dass eine qualitätsvolle Pflege gewährleistet wird, ältere Menschen mit Pflegebedarf ein weitgehend selbstbestimmtes Leben führen können und pflegende Angehörige in ihrer Aufgabe angemessen unterstützt werden.

Pflegetelefon und Informationsportal "Wege zur Pflege"
Älteren Menschen ist es wichtig, selbstbestimmt leben zu können. Das gilt auch und besonders für Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Das Pflegetelefon des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Informationsportal www.wege-zur-pflege.de sind Beratungsangebote rund um die Themen Pflege, Wohnen, Demenz und Familienpflegezeit. Der Pflegewegweiser dient als Lotse zu den Angeboten vor Ort bei allen Fragen zur Pflege. Ebenfalls sind hier ausführliche Informationen zu den neuen Regelungen zum Pflegeunterstützungsgeld, zum Pflegezeitgesetze und zum Familienpflegezeitgesetz zu finden. Seit dem 1. Januar 2016 hat das Pflegetelefon sein Beratungsangebot erweitert und berät Pflegebedürftige und pflegende Angehörige auch in kritischen und belastenden Situationen.

Das Pflegezeitgesetz
Beschäftigte haben nach dem Pflegezeitgesetz zum einen die Möglichkeit, im Rahmen der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung bis zu zehn Arbeitstage der Arbeit fernzubleiben, um für einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen in einer akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege sicherzustellen. Für die Dauer der kurzzeitigen Arbeitsverhinderung wird seit dem 1. Januar 2015 eine Lohnersatzleistung - das Pflegeunterstützungsgeld - gewährt.

Im Rahmen der Pflegezeit besteht außerdem ein Anspruch auf eine vollständige oder teilweise Freistellung von bis zu sechs Monaten für die Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung. Ein Rechtsanspruch auf vollständige oder teilweise Freistellung besteht auch für die Betreuung minderjähriger pflegebedürftiger naher Angehöriger zu Hause oder in außerhäuslicher Umgebung (bis zu sechs Monate) und für die Begleitung in der letzten Lebensphase (bis zu drei Monate). Der Anspruch auf Freistellung gilt nicht gegenüber Arbeitgebern mit in der Regel 15 oder weniger Beschäftigten.

Das Familienpflegezeitgesetz
Mit der Familienpflegezeit haben Beschäftigte die Möglichkeit, Angehörige zu pflegen und daneben weiterhin erwerbstätig zu bleiben. Seit dem 1. Januar 2015 haben sie einen Rechtsanspruch auf eine teilweise Freistellung für die Pflege eines nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung für bis zu zwei Jahre bei einer wöchentlichen Mindestarbeitszeit von 15 Stunden. Der Anspruch auf teilweise Freistellung kann auch für die Betreuung minderjähriger pflegebedürftiger naher Angehöriger zu Hause oder in außerhäuslicher Umgebung geltend gemacht werden. Der Rechtsanspruch gilt nicht gegenüber Arbeitgebern mit in der Regel 25 oder weniger Beschäftigten.

Während der Freistellungen nach Pflegezeit- und Familienpflegezeitgesetz besteht ein Anspruch auf finanzielle Förderung durch ein zinsloses Darlehen zur besseren Absicherung des Lebensunterhalts.

Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen
Menschen können in verschiedenen Lebenslagen hilfe- und pflegebedürftig sein. Die "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen" beschreibt, welche Rechte diese Menschen und ihre Angehörigen in Deutschland haben und informiert, wie der Hilfe- und Pflegeprozess konkret gestaltet werden kann. Viele Einrichtungen und Dienste nutzen die Charta bereits als Instrument ihres Qualitätsmanagements oder zur Unterstützung ihrer täglichen Praxis. Das Bundesfamilienministerium unterstützt den Implementierungsprozess der Charta und nutzt bestehende Strukturen, um Tabus und Ängste vor Alter, Demenz und Tod aufzubrechen.

Gesetzliche Regelungen zur Pflege und Betreuung
Die Stärkung der Rechte von Pflegebedürftigen und die Verbesserung des Verbraucherschutzes sind besonders wichtige Anliegen der Seniorenpolitik. Das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz (WBVG) ist dabei ein wichtiger Baustein. Es hat die zivilrechtlichen Vorschriften des Heimgesetzes abgelöst und soll den Anspruch auf Selbstbestimmung und Hilfe zur Selbsthilfe verwirklichen, der in der "Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen" niedergeschrieben ist.

Unterstützung für contergangeschädigte Menschen
Mit dem Dritten Änderungsgesetz des Conterganstiftungsgesetzes, das am 29. Juni 2013 im Bundesgesetzblatt verkündet wurde, ist der Beschluss der Bundesregierung umgesetzt worden, die Leistungen der Conterganstiftung für behinderte Menschen zu erhöhen. Die Conterganrenten wurden rückwirkend zum 1. Januar 2013 deutlich erhöht und seit 1. August 2013 werden Leistungen zur Deckung spezifischer Bedarfe der Betroffenen im Einzelfall gewährt. Durch das Änderungsgesetz wurden die Renten um weitere 90 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro jährlich erhöht und für die spezifischen Bedarfe 30 Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt. Mit den bereits in der Vergangenheit zur Verfügung gestellten Mitteln hat sich der Ansatz im Bundeshaushalt auf aktuell rund 155,3 Millionen Euro erhöht.

Die Auswirkungen des Gesetzes werden für den Zeitraum von 2013 bis 2015 evaluiert. Die Bundesregierung wird dem Deutschen Bundestag im ersten Halbjahr 2016 den Evaluationsbericht vorlegen.

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Über uns

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Das Bundesministerium

verankert realistische Altersbilder und ein neues Leitbild des aktiven Alters,
stärkt die Rolle und die Potenziale älterer Menschen als Arbeitskräfte und Verbraucherinnen und Verbraucher,
unterstützt ältere Menschen, die ihr Erfahrungswissen in die Gesellschaft einbringen,
fördert Seniorenorganisationen, die ältere Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Interessen und bei ihrem Engagement für Generationensolidarität unterstützen,
führt Modellprojekte durch zur Förderung eines selbständigen und selbstbestimmten Lebens von älteren Menschen in der Gesellschaft und zur qualitätsvollen Hilfe und Pflege im Alter,
fördert im Rahmen der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege auch Maßnahmen zur Sicherung der Fachkräftebasis und Weiterentwicklung der Berufsausbildung,
initiiert Maßnahmen zur Ausgestaltung sorgender Gemeinschaften,
trägt Sorge für die Stärkung eines gesellschaftlichen Bewusstseins für Ressourcen und Würde von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen im Alter, insbesondere bei Demenz und Behinderung,
verbessert die gesetzlichen Rahmenbedingungen zum Beispiel durch das Altenpflegegesetz, das Wohn- und Betreuungsvertragsgesetz, das Conterganstiftungsgesetz und die Charta der Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen,
initiiert Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen seniorenpolitischen Handelns angesichts des demografischen Wandels,
verhandelt in den Gremien der Vereinten Nationen (beispielsweise zur Umsetzung des Weltaltenplans), des Europarats und der Europäischen Union Fragen des demografischen Wandels und der Nichtdiskriminierung älterer Menschen,
unterstützt die internationale, europäische und bilaterale Zusammenarbeit auf Regierungsebene sowie bei Verbänden und Institutionen, die sich für ältere Menschen engagieren.

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