WZ Hundezentrum Norddeutschland KG aus Lalendorf OT Raden auf der REHACARE 2017 in Düsseldorf -- REHACARE-Messe

WZ Hundezentrum Norddeutschland KG

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Deutschland

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REHACARE 2017 Hallenplan (Halle 6): Stand A03

Geländeplan

REHACARE 2017 Geländeplan: Halle 6

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 11  Training, Physiotherapie und Ergotherapie
  • 11.22  Tier-gestützte Therapien

Unsere Produkte

Produktkategorie: Tier-gestützte Therapien

Der Therapiehund

Ein Therapiehund sollte in erster Linie wesensfest sein und eine sehr hohe Toleranzgrenze haben. Des Weiteren darf ein Therapiehund keine Angst oder Abneigung gegenüber Fremden zeigen. Vielmehr muss er freudig auf neue Personen und Situationen zu gehen und den Kontakt direkt suchen. Wichtig ist uns, dass niemals gegen die Natur des Hundes gearbeitet wird. Das bedeutet, dass der Hund von sich aus zeigen muss, dass er gewillt ist, als Therapiehund zu arbeiten. Schließlich darf der Hund kein territoriales Verhalten zeigen. Ein Therapiehund sollte außerdem gelernt haben sicher mit seinen Artgenossen und Menschen zu kommunizieren und dabei sehr viel Einfühlungsvermögen zu zeigen.  
Neben den Charaktereigenschaften muss ein Therapiehund auch gesundheitlich in der Lage sein seinen Job auszufüllen. Hierbei gilt, dass niemand gern unter Schmerzen arbeitet und auch der liebste Hund bei dauerhaften Schmerzen aggressiv wird. Die gesundheitliche Eignung wird durch eine tierärztliche Untersuchung nachgewiesen, in der die Hüft- und Ellenbogengelenke sowie die Wirbelsäule angeschaut werden.    
Wenn ein Hund als Therapiehund geeignet ist, muss überlegt werden, in welchem Bereich er eingesetzt werden soll. Die möglichen Einsatzgebiete sind dabei sehr vielfältig: in einer Gruppe (Kinder, Erwachsene oder Senioren?), in der Einzeltherapie (auch hier stellt sich die Frage: Kinder, Erwachsene oder Senioren)? Wird er von einer Person geführt oder kann die Bezugsperson auch einmal wechseln? Soll der Therapiehund aktiv oder passiv an der Therapiegestaltung teilnehmen? Wird der Hund in einer Einrichtung oder in einer einzelnen Familie eingesetzt? Wie Sie unschwer erkennen, gibt es unglaublich viele Möglichkeiten. Aus diesem Grund gibt es auch nicht DEN Therapiehund. Jeder Therapiehund ist anders und hat eigene Stärken, die es zu fördern und fordern gilt.

Ein Hund, der sehr gut mit Kindern auskommt, kann eventuell im Umgang mit alten Menschen unsicher wirken. Gleiches gilt bei der Therapieform zu beachten: Handelt es sich um Einzel- oder Gruppentherapie? Nicht jeder Hund füllt gerne die Rolle als Entertainer einer Gruppe aus, genauso wenig, wie jeder Hund gerne bei fremden Menschen ins Bett gelegt werden möchte.  Wenn man seinen Hund als Therapiehund einsetzen möchte, sollte man sich verdeutlichen, dass ab Beginn der Einsatzes die Hygiene wichtig ist. Der Hund sollte sauber und gekämmt sein. Außerdem muss der Hund regelmäßig entwurmt und geimpft werden. Gegebenenfalls sind die speziellen Hygienevorschriften der jeweiligen Einrichtungen zu beachten.

Falls Sie Interesse an einem Therapiehund haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl des richtigen Hundes. Hierbei spielen folgende Fragen eine Rolle: Welche Rasse kommt für mich in Frage? Soll es ein Welpe sein oder doch lieber ein etwas älterer Hund?...

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Ausbildung oder bilden für Sie einen Hund nach Ihren individuellen Vorstellungen für Sie aus.

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Produktkategorie: Tier-gestützte Therapien

Der Assistenzhund/Behindertenbegleithund

Ein Assistenzhund oder Behindertenbegleithund ist ein Hund, der auf die speziellen Bedürfnisse seines zukünftigen Halters hin ausgebildet wurde. In erster Linie soll er Begleiter, Helfer, Partner und Brückenbauer sein. 

Der tpyische Assistenz-/Behindertenbegleithund ist der Hund, der am Rollstuhl läuft. Ein solcher Hund kann für den Rollstuhlfahrer vielfältige Hilfestellungen bieten, z.B. das zuverlässige Aufheben von Sachen aller Art, Türenöffnen oder Hilfeholen, beispielsweise wenn der Rollstuhlfahrer umkippt, Gehhilfen aufheben und im Notfall auch den Rollstuhl einige Meter ziehen oder auch die Waschmaschine zu beladen und auszuräumen. Ein Assistenz-/Behindertenbegleithund kann auch das Licht an und aus machen, Schubladen öffnen und dort etwas rausholen und beim Entkleiden helfen. Dies sind nur einige Beispiele, was ein gut ausgebildeter Behindertenbegleithund leisten kann.

Ein Assistenz-/Behindertenbegleithund soll eine Hilfestellung für Menschen, egal welche Behinderung vorliegt, sein. Behindertenbegleithunde verschaffen Menschen mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. So sind sie beispielsweise nicht bei jeder Tür, die sie öffnen wollen, auf Hilfe angewiesen. 

Im Gegensatz zum Blindenführhund gibt es beim Assistenz-/Behindertenbegleithund keine allgemeine Ausbildung, da jede Behinderung anders als ist. Der Assistenz-/Behindertenbegleithund wird bisher auch noch nicht von der Krankenkassen geprüft und die Kosten für Ausbildung und spätere Unterkunft übernommen. Außerdem übernimmt der Assistenz-/Behindertenbegleithund nicht die Verantwortung für seinen Menschen. Vielmehr ist er Helfer und Partner für den Behinderten.

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Produktkategorie: Tier-gestützte Therapien

Der Epilepsiewarnhund

Ein Hund, der epileptische Anfälle anzeigt, bevor der Mensch sie spürt, wird Epilepsiewarnhund oder Epilepsiemeldehund genannt. Hierbei wird zwischen Seizure Alert Dogs und Seizure Response Dogs unterschieden.

Ein solch spezieller Hund hat beispielsweise gelernt, dass er Hilfe für den betroffenen Menschen holen oder ihn in Sicherheitbringen soll. Ein Beispiel dazu ist folgendes: Ein an Epilepsie erkrankter Mensch auf der Straße unterwegs. Der Hund spürt, dass der Mensch demnächst einen Anfall bekommen wird und bringt ihn daher in Sicherheit, z. B. auf den Bürgersteig oder zu einer Bank. Genauso kann der Epilepsiehund den Betroffenen bei Orientierungslosigkeit dazu bewahren, sich in Gefahr zu bringen.

Ein Epilepsiewarnhund kann einen bevorstehenden Anfall auch anzeigen, z.B. durch das Auflegen der Pfote oder Anstupsen. Obwohl die Hunde jeweils eine Art anzuzeigen lernen, haben wir die Erfahrung gemacht, dass jeder Hund anders anzeigt. Daher muss der Hundehalter dahingehend geschult werden, dass er seinen Hund lesen kann. Es kann auch sein, dass ein Hund sich zurückzieht oder aber nervös anfängt rumzurennen, wenn sich ein Anfall abzeichnet. Es gibt Berichte von Betroffenen mit einem Epilepsiewarnhund, bei denen der Hund Anfälle weniger Sekunde bis zu 45 Minuten vor dem Eintreten des Anfalls erkennt. 

Anders als bei Diabetikerwarnhunden ist es leider noch nicht klar, was genau der Hund warnimmt. Es wird aber vermutet, dass der Hund auf die Herzefrequenz und den Herzrhythmus sowie einem Duftstoff reagiert. Wichtig ist, dass der Hund sehr sensibel ist und überdurchschnittlich gut auf kleinste Veränderungen reagiert.

Da leider noch nicht sicher festgestellt wurde, was der Hund wahrnimmt, ist es leider nicht immer möglich zielgerichtet und genau mit dem Hund auf den Auslöser hinzutrainieren. Daher ist gerade bei diesen Hunden eine intensive Zusammenschulung sehr wichtig. Die Arbeit von uns besteht daher zu einem wesentlichen Teil den Hund mit einem Epilektiker zusammenzuschulen, aber auch dem Hund einen sehr guten Grundgehorsam zu vermitteln und seine Nase ausgiebig zu schulen. Außerdem gibt es einige Faktoren, die eine zuverlässige Voranzeige eines Anfalls beeinflussen: Es besteht eine enge Beziehung zwischen dem Hund und dem Halter. Der Hund muss gewillt sein mit seinem zukünftigen Halter bedingungslos zusammenzuarbeiten. Diese Aspekt ist vielleicht der wichtigste von allen. Außerdem ist ein häufiges Auftreten der Anfälle (5 oder mehr Anfälle im Monat) in diesem Fall auch ein begünstigter Faktor, da der Hund so schneller lernt (durch häufiges Wiederholen). Treten hingegen die Anfälle eher selten auf, so besteht die Gefahr, dass der Hund das Anzeigen verlernt. Dieses Phänomen kennt man von sich selber auch: Dinge, die man häufig tut, beherrscht man im Schlaf, bei Sachen, die man selten macht, muss man oft erstmal nachdenken, wie etwas funktionierte.

Ein weiterer begünstigender Fakter kann zudem sein, wenn der Betroffene in irgendeiner Weise Voranzeichen entwickelt, wie beispielsweie starke Migräne oder Stimmungsschwankungen oder sich die Orientierungslosigkeit langsam ankündigt.

Oft wird zudem beobachtet, dass Betroffene mit einem Epilepsiewarnhund eine Reduktion ihrer Anfälle feststellen konnten. Es wird vermutet, dass dies mit dem Effekt des Hundes verbunden ist, der Geborgenheit und ein besseres Kontrollgefühl vermittelt.

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