LAG SELBSTHILFE NRW e.V. aus Münster auf der REHACARE 2017 in Düsseldorf -- REHACARE-Messe

LAG SELBSTHILFE NRW e.V.

Neubrückenstr. 12-14, 48143 Münster
Deutschland

Telefon +49 251 43400
Fax +49 251 519051
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Dieser Aussteller ist Mitaussteller von
BAG SELBSTHILFE e.V.

Hallenplan

REHACARE 2017 Hallenplan (Halle 6): Stand G61

Geländeplan

REHACARE 2017 Geländeplan: Halle 6

Über uns

Firmenporträt

„Selbstbestimmt und menschenwürdig leben“ – auf diese kurze Formel lassen sich Handlungsmotiv und gleichzeitig zentrale Zielsetzung der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe NRW bringen.
Dahinter liegt die Forderung nach der Gleichstellung, der selbstbestimmten Mitgestaltung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung und schwerer chronischer Erkrankung am gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Leben.

Die LAG Selbsthilfe NRW trägt diesem Anliegen als Vereinigung von etwa 130 Selbsthilfeverbänden behinderter und chronisch kranker Menschen sowie ihrer Angehörigen Rechnung. In der Geschäftsstelle in Münster bündeln wir die unabhängige Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen und bearbeiten und vertreten über den weit angelegten Mitgliederkreis eine Vielzahl von Themen und Interessen. Dabei schließt unser Wirken sehr unterschiedliche Behinderungsarten und verschiedene chronische Erkrankungen ein – von Autismus über Kleinwüchsigkeit bis hin zu Beeinträchtigungen aufgrund von Unfällen oder massiven Erkrankungen, von Alzheimer über Diabetes und Krebserkrankungen bis hin zu Taubblindheit.

In diesem Sinne verstehen wir unsere Hauptaufgaben in

dem direkten emotionalen und fachlichen Beistand von Betroffenen – über die Initiierung und Begleitung von regionalen und kommunalen Selbsthilfegruppen sowie die Schulung und Beratung unserer Mitglieder in allen Fragen rund um das Thema Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung;
in der Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung gegenüber Politik, Gesetzgebung und Verwaltung, den Organen der öffentlichen Wohlfahrtspflege sowie in der allgemeinen breiten Öffentlichkeit;
in der Beratung von Betroffenen für Betroffene – über die Anbindung an ein dichtes Netzwerk bestehend aus Menschen, die selbst Experten in eigener Sache sind und Erfahrungen, Informationen und Kenntnisse gern weitergeben.
Die aktive Mitgestaltung und Teilhabe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung betrachten wir als Selbstverständlichkeit. In diesem Sinne setzen wir uns dafür ein, ihre Anliegen, Bedarfe und Wünsche im gesamtgesellschaftlichen Gefüge beständig mitzudenken.

Wir möchten Ungleichbehandlung, Ausgrenzung, Mehrheits- und Minderheitsdenken umfassend entgegentreten und schließlich dazu beitragen, gesellschaftliche Vielfalt „als Normalfall“ zu verstehen und zu schätzen.

Agenda der Vielfalt Von allgemeiner Gleichbehandlung bis zu neuen Wohnformen – Inhalte und Arbeitsfelder
So vielfältig wie unsere Mitgliederstruktur so umfassend und unterschiedlich sind die Inhalte und Tätigkeitsfelder unserer Arbeit. Im ständigen Dialog mit Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie den Organisationen, die sie vertreten, bringen wir wichtige Anliegen und Forderungen aus der Basis in den öffentlichen Diskurs. Wir setzen Themen auf die politische Agenda, tragen Interessen Betroffener nach außen, beraten, unterstützen und befähigen und geben wichtige Impulse für ein inklusives Miteinander derjenigen, die unsere Gesellschaft ausmachen.

Kern der wechselseitigen Unterstützung, gegenseitigen Beratung und Meinungsbildung nach außen sind die inhaltliche Auseinandersetzung und der Austausch über bestimmte Themen in den Arbeitskreisen. Mehrmals jährlich treffen sich aktive Personen aus unserem Mitgliederkreis, um aktuelle Problemfelder kritisch zu beleuchten, Ansichten und Konzepte auszutauschen und schließlich geeignete Wege zum weiteren Vorgehen vorzuschlagen.

Dabei ist es uns wichtig, möglichst alle Belange und Aspekte aufzugreifen, die Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung sowie ihre Angehörigen betreffen – damit wir den Personen selbst kompetent in allen Lebenslagen Unterstützung, aber auch interessierten Einrichtungen und Institutionen umfassende Beratung und Auskunft bieten können.

Impulse für einen gesellschaftlichen Perspektivenwechsel
In den mehr als 35 Jahren unserer Tätigkeit haben wir vielfältige Themen gestreift und vertieft und vor allem Vieles und Viele bewegt.

Leitend in den Anfängen unserer Arbeit war vor allem das Bestreben, die Anliegen von Menschen mit körperlicher und geistiger Einschränkung in die Öffentlichkeit zu tragen und jeglicher Form gewollter oder faktischer Diskriminierung entgegenzuwirken. Inzwischen hat sich die Anzahl unserer Mitglieder von ehemals sieben auf etwa 130 Vereinigungen und Organisationen erweitert und damit auch unseren Aktionsradius um zahlreiche Aspekte und Aufgabenbereiche – etwa im Kontext chronisch erkrankter Personen – ergänzt.

Die wohl bedeutsamste Etappe im Zuge der sozialpolitischen Interessenvertretung markiert der grundlegende Richtungswechsel in der Behindertenpolitik: Weg von einer Bevormundung und Versorgung behinderter Menschen hin zu tatsächlicher Beteiligung und Mitbestimmung auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens.

Die LAG SELBSTHILFE NRW hat wie andere sozialpolitisch engagierte Akteure maßgeblich zu diesem Paradigmenwechsel beigetragen – über die Beteiligung bei Anhörungen im Landtag, die Erarbeitung von Stellungnahmen und Wahlprüfsteinen, die Mitarbeit in Vorbereitungsgruppen zu Gesetzesentwicklungen und weiteren Gremien, den Kontakt und Dialog zu allen im Landtag vertretenen Parteien und den Ministerien und nicht zuletzt durch die breite Öffentlichkeitsarbeit.

Mit den Behindertengleichstellungsgesetzen im Bund und in den Ländern, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzt und dem Sozialgesetzbuch IX sind wichtige Grundsteine gelegt. Nun gilt es, Gesetzesziele und Wirklichkeit zusammenzubringen und realisierbare Wege für eine tatsächliche Gleichstellung und Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung aufzuzeigen und anzustoßen. Mit der UNBehindertenrechtskonvention ist uns zurzeit ein starkes Instrument gegeben, das vor allem den Organisationen behinderter Menschen bei der Gestaltung einer inklusiven, diskriminierungsfreien Gesellschaft eine besondere Verantwortung gibt. Vorrangiges Ziel ist, die Barrieren in den Köpfen der Gesellschaft abzubauen und die gesetzlichen Vorgaben und Möglichkeiten mit Leben zu füllen.

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